Aus einem neuen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) geht hervor, dass die weltweiten Lebensmittelpreise im vergangenen Monat stark angestiegen sind, vor allem bei Pflanzenölen und Milchprodukten. Der Preisindex stieg um 1,1 Prozent und nähert sich damit dem Allzeithoch von 2011 an, wie die Untersuchung ergab. Die Auswirkungen der Energiekrise, die geringere Verfügbarkeit von Exportgütern und andere angebotsseitige Beschränkungen, insbesondere Arbeitskräftemangel und ungünstige Witterungsbedingungen, haben die Preise in die Höhe getrieben, so die FAO. Der Index für pflanzliche Öle stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat um 4,2 Prozent und erreichte damit ein Rekordniveau. Die Notierungen für alle wichtigen Öle stiegen, was zum Teil auf die steigenden Rohölpreise zurückzuführen war. Der Preisindex für Molkereiprodukte stieg ebenfalls um 2,4 Prozent und damit den fünften Monat in Folge, wobei Magermilchpulver und Butter am stärksten zulegten. Der Preisindex für Getreide stieg nur um 0,1 Prozent, wobei Mais nach Angaben der FAO im Monatsvergleich um 3,8 Prozent zulegte. Die Fleischpreise stiegen im Januar leicht an, während der Zuckerpreisindex im Vergleich zum Vormonat um 3,1 Prozent zurückging, was teilweise auf die günstigen Produktionsaussichten in den Hauptexporteuren Indien und Thailand zurückzuführen ist, so der Bericht. Unterdessen sanken die Weltmarktpreise für Weizen um 3,1 Prozent aufgrund der großen Ernten in Australien und Argentinien. "Für 2022 wird eine Ausweitung der weltweiten Weizenanbauflächen erwartet, die durch die meist günstigen Wetterbedingungen in der nördlichen Hemisphäre begünstigt wird, obwohl hohe Inputkosten eine größere Ausweitung verhindern könnten", so die FAO. Die UN-Organisation hat ihre Prognose für die weltweite Getreideproduktion im Jahr 2021 auf 2,793 Milliarden Tonnen angehoben, nachdem sie zuvor von 2,791 Milliarden Tonnen ausgegangen war. Höhere Lebensmittelpreise haben zu einem allgemeinen Anstieg der Inflation beigetragen, da sich die Volkswirtschaften von der Covid-19-Krise erholen. Die FAO hat davor gewarnt, dass die höheren Kosten die ärmere Bevölkerung in Ländern, die von Importen abhängig sind, gefährden.