Ein Kommentar von Marco Maier Es gibt Menschen, die sehen ein Schild welches darauf hinweist, dass man seinen Müll nicht auf den Boden schmeißen soll - und tun es trotzdem. Es gibt auch Leute, die sich vorsätzlich nicht an irgendwelche Geschwindigkeitslimits halten oder rote Ampeln ignorieren. In Ländern, in denen das Rauchen auf öffentlichen Plätzen verboten ist, wird üblicherweise nach dem Motto gehandelt, dass es niemanden wirklich interessiert, so lange keine Polizisten in der Nähe sind. Verhaltensweisen basieren grundsätzlich auf der jeweiligen Persönlichkeit und auch auf kulturellen bzw. gesellschaftlichen Normen. Ähnlich ist es mit dem Respekt vor Regeln und Gesetzen. Wenn nun die deutsche Politik verstärkt auf Messer- bzw. Waffenverbotszonen setzen will, verdeutlicht dies nur das allgemeine Unverständnis der verantwortlichen Politiker hinsichtlich der realen Begebenheiten auf den Straßen. Der deutsche Durchschnittsbürger trägt normalerweise keine Waffen mit sich. Wenn, dann vielleicht ein Schweizer Taschenmesser oder (beruflich bedingt) vielleicht einen Teppichcutter. Anders ist es bei jungen Männern aus anderen Kulturkreisen - wie z.B. jenen aus dem Nahen Osten, Afrika oder Südasien. Waffen sind dort oftmals auch Statussymbole. Solche jungen Männer sind in den letzten Jahren zu Hunderttausenden nach Deutschland gekommen - und geblieben. Mit ihnen auch teils archaische Stammeskulturen und ihre kulturellen Identitäten. Da werden Dispute eben auch immer wieder mit Waffengewalt gelöst. Verbotszonen ändern daran gar nichts. Wer es gewohnt ist, sein Messer überall hin mitzunehmen, wird es nicht zu Hause lassen, nur weil er an einen bestimmten Ort hingeht. Das wäre so, als ob die Politik Vergewaltigungsverbotszonen zur Schaffung von sicheren Plätzen für Frauen einführen wollen würde. Das Einzige was hilft, sind häufige Kontrollen von jenen Personengruppen, die überdurchschnittlich oft in solche Vorfälle verwickelt sind und eine stärkere Polizeipräsenz an öffentlichen Orten, wo auch viele Menschen unterwegs sind. Natürlich auch mit der Verhängung von entsprechenden hohen Geldbußen, um so einen Erziehungseffekt zu erzielen. Idealerweise werden solche Durchsuchungen auch immer wieder an Schulen durchgeführt, damit die Jugendlichen schon früh lernen, dass das Mitführen von Messern und anderen Waffen kein Kavaliersdelikt ist. Deutschland hat ein wachsendes Problem mit der Messergewalt. Doch zur Lösung braucht es nicht unbedingt schärfere Gesetze, sondern vor allem mehr Kontrolle und die striktere Durchsetzung bestehender Regelungen - und das insbesondere mittels einer stärkeren Polizeipräsenz.