Es ist ein neues Video aufgetaucht, das möglicherweise auf eine undichte Stelle im Militär zurückzuführen ist und den Absturz eines britischen Kampfjets zeigt, der sich vor weniger als zwei Wochen vor dem Flugzeugträger HMS Queen Elizabeth im Mittelmeer ereignet hat. In einer Pressemitteilung des britischen Verteidigungsministeriums vom 17. November heißt es: "Ein britischer F35-Pilot von der HMS Queen Elizabeth ist heute Morgen während eines Routinefluges im Mittelmeer mit dem Schleudersitz abgesprungen." Der Pilot wurde als in sicherem Zustand beschrieben und ist nach dem schweren Zwischenfall wieder an Bord des Schiffes, aber weitere Details wurden nicht genannt. Die Medien haben jedoch ein neues Video veröffentlicht, nachdem offenbar durchgesickertes Material von Bord des Flugzeugträgers in den sozialen Medien aufgetaucht war. Ein britischer Militäranalyst postete das neue Material: https://twitter.com/sebh1981/status/1465351592018956295 Bei dem Video der Royal Navy handelt es sich offenbar um Sicherheitsaufnahmen vom Absturz. Zunächst war nicht bekannt, ob der hochmoderne Kampfjet während des Fluges abgestürzt oder vom Flugzeugträger gerollt war, wobei das Filmmaterial nun das letztere Szenario bestätigt. Der private Analyst, der das Material online gestellt hat, sagte, es stamme aus einer WhatsApp-Gruppe der Royal Navy, und die Medien beschreiben die Szene wie folgt: Auf dem Video ist zu sehen, wie das Flugzeug im Anflug auf die Landebahn an Geschwindigkeit verliert, so dass es sofort abstürzt, anstatt abzuheben. Der Fallschirm des Piloten ist zu sehen, als er sich aus dem Flugzeug stürzt, und Rauchschwaden umgeben die Rampe und das Meer. Dem BBC-Bericht zufolge bestätigte das Verteidigungsministerium, dass der Pilot überlebt hat und gerettet werden konnte. Das Verteidigungsministerium teilte der BBC mit, dass die Ermittlungen noch im Gange seien, da die Besatzungen immer noch versuchten, Teile der hochtechnologischen, empfindlichen Teile des Flugzeugs zu bergen. Das britische Militär hat inzwischen erklärt, es sei sich des nun veröffentlichten Videos "bewusst", gab aber keinen Kommentar ab. Es erklärte lediglich: "Es ist zu früh, um sich zu den möglichen Ursachen dieses Vorfalls zu äußern." Ein ehemaliger Offizier der Royal Navy wurde in britischen Medien mit den Worten zitiert: "Wenn man bedenkt, wie nahe das Flugzeug am Bug gelandet ist, und die Geschwindigkeit des Schiffes beim Start, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass es den Bug des Schiffes (unter der Wasserlinie) trifft, ziemlich hoch." In dem kurzen Clip ist zu sehen, wie das Flugzeug mit einer gefährlich langsamen Geschwindigkeit abhebt und dann, als es das Ende der Landebahn erreicht, scheinbar abbremst und ins Meer stürzt. Der Pilot sprang in dem Moment aus dem Flugzeug, als die Nase der F-35 über Bord zu gehen begann. Das Militär hat nicht bestätigt, ob der Flugzeugträger durch den Unfall beschädigt wurde. Der abgestürzte Jet gehörte zu einem Kontingent von fast einem Dutzend F-35, die an Bord waren. Die abgestürzte F-35 hatte einen geschätzten Wert von 135 Millionen Dollar und war mit modernster Tarnkappentechnik und Radar ausgestattet. Je nachdem, was die Ermittlungen ergeben, könnte sich das Missgeschick als äußerst peinlich erweisen. Vor allem, wenn es sich nicht um einen Pilotenfehler, sondern um einen Fehler in den fortschrittlichen Systemen des Flugzeugs handelt.