US-Rindfleisch: Versteckte Wachstumshormone auf den Tellern
Eine Studie für US-Athleten zeigt: Amerikanisches Rindfleisch enthält bedenkliche Wachstumsförderer. Die offiziellen Stellen sprechen von "unbedenklichen Mengen", doch die Realität könnte ganz anders aussehen.
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Michael SteinerRedaktion

Wissenschaftler haben nun schwarz auf weiß nachgewiesen, was viele Kritiker seit Jahren anprangern: In US-Rindfleisch stecken messbare Mengen von Ractopamin, Trenbolon und Estradiol. Diese in Europa verbotenen Substanzen werden in Amerika routinemäßig eingesetzt, damit die Tiere schneller Fleisch ansetzen und mehr Profit abwerfen. Bei Schweine- und Hühnerfleisch fanden die Forscher interessanterweise keine Rückstände – ein Hinweis darauf, wie intensiv die Rinderindustrie diese Wachstumsbeschleuniger nutzt.
Die FDA-Grenzwerte sind dabei ein schlechter Witz für jeden, der die Arbeitsweise dieser Behörde kennt. Immer wieder hat die amerikanische Lebensmittelbehörde bewiesen, dass sie eher Industrieinteressen schützt als die Gesundheit der Bevölkerung. Die willkürlich festgelegten Höchstwerte berücksichtigen nicht, was passiert, wenn Menschen jahrelang kleine Mengen dieser Hormone aufnehmen. Man muss kein Mediziner sein, um zu verstehen, dass hier mit unserer Gesundheit gespielt wird.
Mit modernster Technik konnten die Forscher selbst kleinste Spuren dieser Substanzen im Fleisch nachweisen. Während man sich bei Sportlern Sorgen macht, dass sie durch kontaminiertes Fleisch bei Dopingtests auffliegen könnten, wird die Frage nach den Auswirkungen auf Otto Normalverbraucher kaum gestellt. Die verwendeten hochpräzisen Analysemethoden lassen jedoch keinen Spielraum für Zweifel an den Ergebnissen.
Die logische Konsequenz liegt auf der Hand: Was Rinder schneller wachsen lässt, könnte auch beim Menschen Übergewicht fördern, den Blutdruck in die Höhe treiben und hormonabhängige Krebsarten begünstigen. Während offizielle Stellen abwiegeln, zeigt die explodierende Zahl an Zivilisationskrankheiten in den USA ein anderes Bild. Es kann doch kein Zufall sein, dass in dem Land mit dem höchsten Konsum an hormonbelastetem Fleisch auch die Fettleibigkeit epidemische Ausmaße angenommen hat.
Jeder mündige Bürger sollte sich fragen: Ist es das wert, Lebensmittel zu konsumieren, die anderswo als zu gefährlich eingestuft werden? Wer auf seine Gesundheit achtet, sollte lieber zu Fleisch aus europäischer Produktion greifen, wo solche Wachstumsbeschleuniger verboten sind. Unser Körper wird es uns danken – auch wenn die Lebensmittelindustrie und ihre behördlichen Helfer das nicht hören wollen.


