Im Temecula Valley Unified School District gilt seit kurzem eine Regelung, die alles auf den Kopf stellt: Mädchen, die mit biologischen Männern im Mädchenklo ein Problem haben, müssen sich offiziell als psychisch beeinträchtigt einstufen lassen, wenn sie ihre Intimsphäre geschützt wissen wollen. Grundlage dafür ist ausgerechnet der „Rehabilitation Act“ von 1973, der eigentlich Menschen mit Epilepsie, Diabetes oder schweren Angststörungen schützen soll. Mit anderen Worten: Wer keine Lust hat, sich beim Gang zur Toilette von einem sich selbst als „Mädchen“ identifizierenden Jungen beobachten zu lassen, ist jetzt auf einer Ebene mit chonisch und mit psychisch Kranken.

Die Empörung unter Eltern ist dementsprechend groß. Denn die Verantwortlichen tun nicht nur so, als sei das Eindringen von Männern in Frauenräume völlig normal, sie erklären die Mädchen, die sich dagegen wehren, gleich noch zur eigentlichen Störung. Eine Schülerin, die ihre Intimsphäre verteidigt, wird damit zu einem „Problemfall“. Es ist die perverse Umkehrung von Opfer und Täter, die zur politischen Agenda geworden ist: Nicht die ideologischen Einpeitscher, die biologische Tatsachen leugnen, gelten als Belastung – sondern die Kinder, die noch den gesunden Menschenverstand haben, „Nein“ zu sagen.

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Die Worte von Sonja Shaw, die für das Amt des kalifornischen Bildungsministers kandidiert, bringen die Sache auf den Punkt: „Die Mädchen werden als das Problem behandelt. Das ist reiner Wahnsinn.“ Treffender kann man es kaum ausdrücken. Wer die Grundrechte auf Sicherheit und Privatsphäre plötzlich in die Ecke der „Sonderbehandlung“ drängt, gibt das letzte Reststück gesellschaftlicher Vernunft preis.

Dass es sich nicht um eine isolierte Provinzposse handelt, zeigt der Blick in andere Bundesstaaten. In Florida entschied ein Bundesberufungsgericht jüngst, dass Schüler die Toilette ihres biologischen Geschlechts benutzen müssen. Dort sah man in der Verteidigung von Privatsphäre und Sicherheit eben keine „Diskriminierung“, sondern eine Selbstverständlichkeit. Doch während einige Gerichte die Realität noch anerkennen, marschieren andere im Gleichschritt mit den Gender-Ideologen. Alles deutet auf einen Showdown vor dem Obersten Gerichtshof der USA hin, wo man wohl bald darüber befinden muss, ob Mädchen das Recht haben, in Ruhe auf die Toilette zu gehen – oder ob selbst das schon „Diskriminierung“ darstellt.

So weit ist es also gekommen: In einer Gesellschaft, die sich selbst als „fortschrittlich“ bezeichnet, müssen Mädchen bürokratische Anträge stellen, um nicht im Klo mit Männern konfrontiert zu werden. Was gestern noch gesunder Menschenverstand war, ist heute ein „Sonderfall für psychische Ausnahmen“. Die Gender-Ideologie hat das Ruder übernommen – und wer ihr widerspricht, wird kurzerhand pathologisiert. Wer glaubt, diese Form des Irrsinns bleibe auf die USA beschränkt, sollte sich nicht täuschen. In Europa, und gerade in Deutschland und Österreich, steht die nächste Runde dieser „Wokeness“ bereits in den Startlöchern. Die Frage ist nur: Wie lange lassen wir uns noch einreden, dass Normalität eine Krankheit sei?