Stoltenberg: Ukraine erhält bald Drohnenabwehrsysteme
Die NATO wird in den kommenden Tagen Drohnenabwehrsysteme an die Ukraine liefern, um das Land bei der Abwehr russischer Luftangriffe zu unterstützen, einschließlich solcher, die mit unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs) durchgeführt werden.
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Contra24 RedaktionRedaktion

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte dies am Dienstag auf einer Sicherheitskonferenz in der deutschen Hauptstadt Berlin an, kurz nachdem Russland eine Welle von Drohnenangriffen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine gestartet hatte.
Stoltenberg sagte, die Antwort auf die Luftangriffe sei, dass die Alliierten ihre Lieferungen von Luftabwehrsystemen an die Ukraine verstärken sollten. "Das Wichtigste, was wir tun können, ist, das Versprechen der Verbündeten einzulösen und noch mehr Luftabwehrsysteme zu liefern", sagte er.
"Die NATO wird in den kommenden Tagen Drohnenabwehrsysteme liefern, um der spezifischen Bedrohung durch Drohnen, auch aus dem Iran, zu begegnen", fügte Stoltenberg hinzu und wiederholte damit den Vorwurf, der Iran habe Russland mit Drohnen versorgt.
Die Vereinigten Staaten und die Ukraine behaupten, dass Russland bei seinen jüngsten Angriffen auf Ziele in der Ukraine, insbesondere auf deren Energieinfrastruktur, iranische Drohnen eingesetzt hat. Teheran hat diese Vorwürfe als "unbegründet" zurückgewiesen.
Zu Beginn des Tages wies der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow die Vorwürfe ebenfalls zurück und sagte, die im Krieg verwendete Hardware sei russisch, als er in einer Pressekonferenz gefragt wurde, ob Russland iranische Drohnen verwendet oder gekauft habe. "Nein, wir haben keine solchen Informationen. Die Hardware, die verwendet wird, ist russisch. Sie wissen das. Sie hat russische Namen", sagte er.
Am Dienstag bestätigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskij, dass die jüngsten Luftangriffe Russlands, die zumeist von Drohnen fernab der Frontlinien durchgeführt wurden, in der vergangenen Woche fast ein Drittel der ukrainischen Kraftwerke zerstört haben.
Am 10. Oktober kündigte der russische Präsident Wladimir Putin eine Verlagerung der Militäroperationen in der Ukraine an, kurz nachdem russische Truppen massive Langstreckenraketenangriffe in der gesamten Ukraine gestartet hatten. Er behauptete, Kiew habe in den vergangenen Monaten eine Reihe von "Terroranschlägen" gegen wichtige russische Infrastrukturen verübt, darunter den Bombenanschlag auf die Krimbrücke.
Am 24. Februar begann Russland seine "spezielle Militäroperation" in der Ukraine, deren erklärtes Ziel die "Entnazifizierung" des Landes ist. Seit Beginn der Offensive haben die USA und ihre europäischen Verbündeten eine Reihe von Wirtschaftssanktionen gegen Moskau verhängt und gleichzeitig gegen den Widerstand Russlands große Mengen schwerer Waffen an Kiew geliefert. Moskau hat die Waffenlieferungen an Kiew kritisiert und davor gewarnt, dass sie den Konflikt verlängern würden.


