"Da sich die Welt erwärmt, denken die Menschen vielleicht, dass mehr Sonne mehr Solarenergie bringt, auch wenn dies aus vielen anderen Gründen negativ ist. Doch die steigenden Temperaturen können die Solarenergieproduktion behindern, da Solarmodule bei etwa 25 Grad Celsius optimal arbeiten und bei höheren Temperaturen an Effizienz verlieren. Und selbst wenn die Hitze die Solarstromproduktion nicht behindert, so trägt sie doch wenig dazu bei."So habe die Solarstromproduktion in Großbritannien beispielsweise rund ein Viertel des Strombedarfs des Landes gedeckt, doch dies sei vielmehr den zusätzlichen Sonnenstunden selbst als den Temperaturen geschuldet. Denn mit jedem Grad mehr oder weniger als 25 Grad Celsius sinkt die Effizienz der Solarpanele je nach Bauart um etwa 0,2 bis 0,5 Prozent. Größere Störungen würde es demnach ab Temperaturen um die 65 Grad Celsius geben. Damit werden die Panele also beispielsweise in Saudi-Arabien mit den dortigen hohen Temperaturen relativ ineffektiv. Ein Artikel der "The Times" aus dem Jahr 2017 beispielsweise verdeutlichte, dass die Kombination aus Temperaturen um die 50 Grad Celsius plus dem Sandstaub die Energieleistung der dortigen Solarpanele auf unter 40 Prozent der Maximalleistung herunterdrückte. Riesige Solarfarmen in der nordafrikanischen Wüste zur Versorgung Europas mit Strom sind also eher als Utopie zu betrachten. Das ganze Gebiet ist einfach zu heiß und zu staubig, als dass sich großflächige Solarfarmen dort überhaupt lohnen würden.
Solarpanele versagen in der Hitze
Viele Menschen glauben, das aktuelle trocken-heiße Wetter würde die Produktion von Solarstrom begünstigen. Doch dem ist nicht so. Die Hitze beeinträchtigt den Output. Dies zeigt auch, warum "Solarstrom aus der Wüste" weitestgehend nur Utopie ist.
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Michael SteinerRedaktion

Eigentlich sollte man erwarten, dass das aktuelle Wetter die Solarstromproduktion verstärken und damit die Energiekrise zumindest ein wenig abmildern sollte. Allerdings trifft dies nicht zu. Vielmehr ist es so, dass die hohen Temperaturen die Produktion von Strom beeinträchtigen. So heißt es in einem Bericht:


