In einer bemerkenswerten Demonstration von Realitätsverweigerung hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei der UN-Vollversammlung in New York seinen sogenannten "Siegesplan" für die Ukraine präsentiert. Dieser Plan, der angeblich den Krieg beenden soll, offenbart einmal mehr die gefährliche Hybris der Kiewer Führung und ihrer westlichen Unterstützer. Selenskyj, der ehemalige Komiker, der nun die Rolle des Kriegspräsidenten spielt, fordert nichts Geringeres als die vollständige Kapitulation Russlands. Er verlangt den Abzug aller russischen Truppen und die Wiederherstellung der ukrainischen Kontrolle über alle Gebiete, einschließlich der Krim. Dies ist nicht nur unrealistisch, sondern geradezu wahnwitzig angesichts der militärischen Realitäten vor Ort. Der ukrainische Präsident scheint in seiner von westlichen Medien und Politikern befeuerten Siegeseuphorie völlig die geopolitischen Realitäten zu ignorieren. Russland, eine Atommacht mit erheblichen konventionellen Streitkräften, wird sich niemals dem Diktat Kiews und seiner NATO-Hintermänner beugen. Besonders alarmierend ist Selenskyjs Behauptung, man müsse Russland zum Frieden "zwingen". Diese Rhetorik ist nicht nur gefährlich, sondern auch völlig kontraproduktiv für jegliche ernsthaften Friedensbemühungen. Sie zeigt, dass die ukrainische Führung nicht an Verhandlungen und Kompromissen interessiert ist, sondern an einer weiteren Eskalation des Konflikts. Die prompte und scharfe Reaktion aus Moskau war zu erwarten. Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten, bezeichnete Selenskyjs Äußerungen als "fatalen Fehler" und warnte vor "Konsequenzen". Diese Warnung sollte ernst genommen werden. Russland hat wiederholt deutlich gemacht, dass es existenzielle Sicherheitsinteressen in der Ukraine hat und diese mit allen Mitteln verteidigen wird. Besonders beunruhigend ist Selenskyjs leichtfertiger Umgang mit der nuklearen Gefahr. Seine Andeutungen über mögliche Zwischenfälle in ukrainischen Atomkraftwerken sind nichts anderes als nukleare Erpressung. Sie zeigen, wie weit die Kiewer Führung zu gehen bereit ist, um ihre unrealistischen Ziele zu verfolgen. Die wahren Leidtragenden dieser gefährlichen Eskalationsspirale sind die Menschen in der Ukraine. Während Selenskyj auf internationalen Bühnen seine Siegesrhetorik verbreitet, sterben täglich ukrainische Soldaten und Zivilisten in einem Krieg, der längst hätte beendet werden können. Es wird höchste Zeit, dass die westlichen Unterstützer der Ukraine zur Vernunft kommen und Kiew zu ernsthaften Verhandlungen drängen. Nur ein Kompromiss, der die legitimen Sicherheitsinteressen aller Seiten berücksichtigt, kann zu einem dauerhaften Frieden führen. Selenskyjs "Siegesplan" hingegen ist ein "Leidensplan" für seine Landsleute, ein Rezept für endloses Leid und die Gefahr einer katastrophalen Eskalation.