Oberflächlich betrachtet haben die europäischen Rechtsparteien, die sich für ein Europa der Vaterländer statt eines EU-Superstaates einsetzen, mit dem Sieg des italienischen Rechtsbündnisses mehr Rückhalt gewonnen. Eine weitere Regierung, die sich gegen die Auswüchse des Eurokraten-Apparats in Brüssel und Strassburg stellt, könnte durchaus entsprechende Ambitionen unterstützen. Doch die ganze Sache hat einen Haken: Giorgia Meloni, die künftige Premierministerin Italiens, ist eng mit dem transatlantischen und globalistischen Aspen Institute der Rockefellers verbunden. Das "Atlantic Council" scheint zumindest vorsichtig optimistisch zu sein, zumal Meloni mittlerweile einen scharf transatlantischen Kurs vertritt nachdem sie früher auch schon mal "pro-russische" Positionen eingenommen hatte, was ihr auch übel genommen wird. Doch auf Außenpolitischer dürfte sie wohl eher mit der ebenfalls stark pro-amerikanischen rechtskonservativen PiS in Polen als mit der eher auf Ausgleich setzenden ungarischen Fidesz klar kommen - auch in Bezug auf den Ukraine-Krieg und die Haltung gegenüber Russland und der Ukraine. Das Politikmagazin "Politico" berichtet diesbezüglich: "Meloni ist eine Falkin, wenn es um Peking und Moskau geht. Auf der CPAC bezog Meloni sofort klar Stellung gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin, als dieser im Februar in die Ukraine einmarschierte. Gegenüber La Stampa sagte sie im Juli, dass die Entsendung von Waffen und anderer Unterstützung in die Ukraine eine Grundvoraussetzung dafür sei, dass Italien von den westlichen Partnern in der Russlandpolitik ernst genommen werde. Meloni ist eine langjährige Kritikerin Pekings und rief unter anderem italienische Sportler dazu auf, die Olympischen Spiele 2008 in Peking wegen Chinas Behandlung Tibets zu boykottieren." Über kurz oder lang stellt sich die Frage, ob Meloni nicht eigentlich ein "U-Boot" der Rockefellers und der transatlantischen Eliten in den Vereinigten Staaten ist und vor allem den langfristigen strategischen Zielen dieser Kreise dient. Immerhin ist das Aspen Institute eng mit den Rockefellers, Bill Gates, der Carnegie Corporation und auch der Ford Foundation verbunden.