Ölpreis-Explosion droht - bald 200 Dollar pro Fass?
Die Ölpreise gehen deutlich nach oben, nachdem die USA und die EU ein Importverbot von russischem Erdöl einführen wollen. Experten warnen davor, dass die Preise die Marke von 200 Dollar pro Fass übersteigen könnten.
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Contra24 RedaktionRedaktion

Die Vereinigten Staaten haben bestätigt, dass sie mit ihren europäischen Verbündeten Gespräche über mögliche Sanktionen gegen russisches Rohöl, was den Ölpreis kurzzeitig über 130 Dollar steigen ließ. US-Außenminister Antony Blinken erklärte am Sonntag in der NBC-Talkshow Meet the Press on Sunday: "Wir befinden uns jetzt in sehr aktiven Gesprächen mit unseren europäischen Partnern über ein Verbot der Einfuhr von russischem Öl in unsere Länder, während wir natürlich gleichzeitig eine stetige globale Ölversorgung aufrechterhalten."
Die jüngsten Überlegungen folgen auf eine Reihe von Sanktionen, die bereits erhebliche Auswirkungen auf die russische Wirtschaft hatten, aber Putins Vormarsch in der Ukraine bisher nicht stoppen konnten. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat die Idee bisher noch nicht vollständig unterstützt, obwohl sie zum Ausdruck gebracht hat, dass eines der Hauptziele der bisher verhängten Sanktionen darin besteht, Putins Finanzströme zu kappen.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission sagte auf CNN: "Das Ziel ist es, Russland zu isolieren und es Putin unmöglich zu machen, seine Kriege zu finanzieren", und fügte hinzu: "Für uns gibt es jetzt eine starke Strategie, um zu sagen, dass wir die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland loswerden müssen."
Der Schritt, sofern er beschlossen wird, gilt seit langem als "nukleare Option", da ein Verbot von russischem Öl das weltweite Angebot auf einem bereits angespannten Markt belasten könnte. Analysten der Bank of America wiesen darauf hin, dass bei einer Unterbrechung der russischen Ölversorgung der Markt mit einem Defizit von 5 Millionen Barrel konfrontiert werden könnte, was die Ölpreise auf 200 Dollar pro Barrel treiben könnte.
Die Situation wird durch den Stillstand der Gespräche mit dem Iran über ein mögliches neues Atomabkommen noch verschärft.


