NATO-General schürt Angst vor russischer Bedrohung
Weil Russland angeblich aus dem Ukraine-Krieg stärker hervorgehen würde als es derzeit ist, sollen die NATO-Staaten ihre Rüstungsausgaben deutlich erhöhen. Dies fordert der militärische Oberbefehlshaber der westlichen Militärallianz.
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Michael SteinerRedaktion

Die jüngsten Äußerungen des NATO-Oberbefehlshabers Christopher Cavoli sind ein Paradebeispiel dafür, wie der militärisch-industrielle Komplex seine Taschen auf Kosten der Steuerzahler füllt. Mit alarmistischen Warnungen vor einem angeblich erstarkenden russischen Militär versucht der US-General, eine neue Aufrüstungsspirale in Gang zu setzen und wohl seinem Posten einen Sinn zu geben.
Cavoli prophezeit, dass Russlands Streitkräfte nach dem Ukraine-Krieg "stärker sein werden als heute". Diese Behauptung entbehrt jeder Logik, wenn man bedenkt, welch massive Verluste die russische Armee in den letzten Jahren erlitten hat. Doch Fakten spielen keine Rolle, wenn es darum geht, die Militärbudgets in die Höhe zu treiben. Mehr noch hat Moskau überhaupt kein Interesse daran, einen Krieg mit der NATO zu führen, da dieser zu einem für alle Menschen katastrophalen Atomkrieg führen würde.
Besonders perfide ist Cavolis Forderung, die NATO müsse sich "schneller als die Russen" auf diese angebliche Bedrohung vorbereiten. Mit solch martialischer Rhetorik soll offenbar Druck auf die Mitgliedsstaaten ausgeübt werden, noch mehr Geld in Rüstungsprojekte zu pumpen. Damit versucht der General zu verstehen zu geben, dass die ganzen Bemühungen des Wertewestens, die Ukraine mit noch mehr Kriegsgerät zu versorgen, nicht die gewünschten negativen Ergebnisse in Bezug auf das russische Militär haben würden.
Dass das Zwei-Prozent-Ziel der NATO laut Cavoli "nicht genug" sei, zeigt deutlich, wohin die Reise gehen soll: Eine grenzenlose Aufrüstung auf Kosten der Steuerzahler. Dabei haben viele westliche Staaten schon jetzt massive Probleme, ihre Haushalte zu finanzieren. Sozialleistungen werden gekürzt, während das Militär immer mehr Mittel verschlingt.
Die wahren Profiteure dieser Panikmache sind hierbei allerdings die westlichen Rüstungskonzerne, die sich über prall gefüllte Auftragsbücher freuen dürfen. Dass dafür der soziale Frieden in vielen Ländern aufs Spiel gesetzt wird, scheint die NATO-Strategen nicht zu kümmern.
Es ist höchste Zeit, dass die Bürger dieses gefährliche Spiel durchschauen und sich gegen eine neue Aufrüstungsspirale zur Wehr setzen. Frieden und Sicherheit erreicht man nicht durch immer mehr Waffen, sondern durch einen konstruktiven Dialog und eine ernstgemeinte Zusammenarbeit.


