Lawrow: Ukraine schrumpft mit jedem gescheiterten Friedensgespräch
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat bei einer Pressekonferenz im Rahmen der UN-Generalversammlung scharfe Kritik an der ukrainischen Führung geübt. Er warf Kiew vor, durch die wiederholte Ablehnung von Verhandlungen das eigene Land zu dezimieren.
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Contra24 RedaktionRedaktion

"Mit jedem Mal, wenn ein Abkommen, dem Russland immer zustimmt, torpediert wird, schrumpft die Ukraine", erklärte Lawrow. Als Beispiele nannte er die Nichtumsetzung der Minsker Vereinbarungen und den Abbruch der Gespräche im Jahr 2022.
Der russische Chefdiplomat erinnerte daran, wie der damalige britische Premierminister Boris Johnson nach Kiew gereist sei und der Ukraine geraten habe, weiterzukämpfen. "Wenn die Ukraine diesen Weg fortsetzt und weiterhin Tricks anwendet, um Zeit zu gewinnen, wird sie keinen Erfolg haben", betonte Lawrow.
Gleichzeitig zeigte sich der Außenminister offen für Friedensinitiativen, auch von Seiten des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Allerdings müssten diese die "Wurzeln der Krise" beseitigen. Dazu zählte Lawrow die von Russland wahrgenommene Bedrohung durch die NATO-Osterweiterung sowie die Diskriminierung der russischsprachigen Bevölkerung in der Ukraine.
Lawrow kritisierte zudem das Dekret des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, das Verhandlungen mit Russland verbietet. "Ich werde nicht einmal darüber spekulieren, wie sie die Dinge in Ordnung bringen wollen", sagte er mit Blick auf die ukrainische Führung.
Der russische Außenminister äußerte sich auch zu den Friedensinitiativen Chinas und Brasiliens. Diese enthielten zwar "richtige Ideen", seien aber bisher nur Absichtserklärungen ohne konkreten Aktionsplan.
Lawrows Äußerungen verdeutlichen die verhärteten Fronten im Ukraine-Konflikt. Während Russland auf Verhandlungen drängt, lehnt die Ukraine diese unter den aktuellen Bedingungen ab. Eine diplomatische Lösung scheint derzeit in weiter Ferne.


