Lauterbach: "Krankenhäuser könnten wegen der Energiekrise schließen"
Offensichtlich trifft die selbstverschuldete Energiekrise in Deutschland nun auch die Krankenhäuser. Einige von ihnen könnten im Winter geschlossen werden.
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Contra24 RedaktionRedaktion

Eine beträchtliche Anzahl von Krankenhäusern in Deutschland könnte angesichts der steigenden Energiekosten und der rasant ansteigenden Inflation geschlossen werden, warnte der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Sonntag. "Die Krankenhäuser sind in einer ganz besonderen Situation. Wenn wir nicht schnell und wirklich drastisch reagieren, wird es zu Schließungen kommen", sagte Lauterbach in einem Interview mit der ARD in Berlin.
Lauterbach hofft demnach darauf, dass er Mittel aufbringen kann, um den Krankenhäusern und Kliniken zu helfen, die sich in einer schwierigen finanziellen Lage befinden. Er sagte, er werde das Problem am Dienstag mit Bundesfinanzminister Christian Lindner besprechen.
Allerdings räumte Lauterbach ein, dass die krisengeschüttelte Regierung vorerst keine Lösung für die schwelende Energiekrise habe. "Wir können nicht für jeden Bereich einen eigenen Sonderfonds schaffen", so Lauterbach. Eine interessante Aussage, zumal er sich während der letzten beiden zweieinhalb Jahre stets als Dauermahner aufgespielt hat und ständig neue Restriktionen für die Menschen einforderte, um angeblich so viele Menschen wie möglich vor dem Coronavirus zu retten.
In den letzten Wochen haben sich in vielen Städten Deutschlands, darunter auch in Berlin, Menschen versammelt, um gegen die steigenden Energie- und Rohstoffpreise zu protestieren und die Haltung ihrer Regierung im Ukraine-Konflikt anzuprangern. Die westlichen Länder haben die Sanktionen gegen Russland verschärft, seit Moskau am 24. Februar seine Militäroperation in der Ukraine begonnen hat.
Die Unterbrechung der Versorgungsketten hat zu höheren Energie- und Lebenshaltungskosten in der gesamten Europäischen Union geführt, was die Inflation auf ein Rekordniveau getrieben und zu allgemeiner Unzufriedenheit in der Bevölkerung geführt hat.
In allen EU-Mitgliedstaaten gab es Proteste gegen die beispiellose Inflation und die steigenden Lebenshaltungskosten, die durch die Sanktionen des Westens verursacht wurden. Die Demonstranten fordern die EU-Beamten auf, geeignete Maßnahmen zur Lösung der Krisen zu ergreifen und die russischen Sanktionen aufzuheben.


