Wie das BKA und das Bundesinnenministerium verkünden, wurden 2025 insgesamt 85.837 Fälle registriert – ein neues „Rekordtief“ der zivilen Ordnung. Doch wer hinter die Kulissen der Zahlen schaut, erkennt nicht bloß ein Kriminalitätsproblem, sondern das Symptom einer tief gespaltenen, durch die herrschende Politik ideologisch entfesselten Gesellschaft.

Die Statistik als politisches Zerrbild

Die offiziellen Zahlen, wie sie uns tagein, tagaus von den Redaktionen der Tagesschau bis ZDFheute serviert werden, haben ihre Funktion als neutrale Bestandsaufnahme der Realität längst eingebüßt. Sie dienen heute als gehorsames Instrumentarium, um die Deutungshoheit darüber zu sichern, was in dieser Gesellschaft noch das Prädikat ‚extrem‘ tragen darf. Während man sich im politischen Berlin und in den Nachrichtenredaktionen in einem beinahe wetteifernden Eifer darin überbietet, die ‚Gefahr von rechts‘ zu beschwören – jenen Sektor, der zwar numerisch (42.544 Fälle)  den Löwenanteil der Statistik ausmacht, sich bei genauerer Betrachtung jedoch zu einem Gutteil aus unzähligen Meinungsdelikten, pubertärem Leichtsinn oder gar politisch motivierten Falschflaggen-Aktionen speist, bei denen der politische Gegner massenweise Hakenkreuze schmiert, um rechtsradikale ‚Extremfälle‘ unter Verfälschung der Wahrheit zu erfinden –, degradiert man reale Anstiege in anderen extremistischen Ecken zu statistischen Randerscheinungen.

Diese erfahren erst dann mediale Aufmerksamkeit, wenn sie gezielt als ‚besonders alarmierend‘ inszeniert werden können, um das politisch gewollte Narrativ unterfüttert zu stützen. Dass die linksextremistisch motivierte Gewalt um fast 43 Prozent auf 1.087 Fälle explodiert ist, wie selbst das ZDF einräumen muss, passt nicht in das bequeme Bild der „antifaschistischen Ordnung“. Hier wird sichtbar, dass der „Straßenkampf gegen den politischen Gegner“, wie Innenminister Dobrindt ihn nennt – wohlwissentlich, dass er damit den Zustand der offenen Gewalt in deutschen Städten beschreibt –, längst zum destruktiven Normalzustand geworden ist.

Polarisierung als Geschäftsmodell der Herrschenden

Der BKA-Präsident Holger Münch lamentiert über eine „weitere Polarisierung der Gesellschaft“. Was er verschweigt: Diese Polarisierung ist kein Naturgesetz. Sie ist das direkte Ergebnis einer Politik, die seit Jahren Minderheiten gegen Mehrheiten ausspielt, die abweichende Meinungen delegitimiert und die soziale Kohäsion für ideologische Experimente geopfert hat. Wenn der Staat und die Medien jeden Andersdenkenden pauschal mit dem Stigma des „Feindes der Demokratie“ belegen, darf man sich nicht wundern, wenn aus dem toxischen Diskurs irgendwann physische Gewalt wird.

Die „Hasskriminalität“, mit 22.159 Fällen ein weiterer Baustein dieser Statistik, ist das moderne Äquivalent zum Ketzervorwurf. Unter diesem Oberbegriff werden Fallzahlen subsumiert, die es der Politik ermöglichen, jeden unliebsamen Widerstand als strafbare Gesinnung zu führen. Es ist die algorithmische Überwachung des öffentlichen Raums, in dem das Wort zum Verbrechen wird, bevor die Tat überhaupt stattgefunden hat.

Der Geist der Spaltung

Es ist eine Farce, wenn offizielle Stellen nun die sozialen Medien als „wesentlichen Treiber“ für Radikalisierung benennen. Damit wird lediglich die Schuld für die eigene Politik auf die Technik geschoben. Die Zunahme der Delikte – von Antisemitismus bis hin zu frauenfeindlicher Gewalt – ist der direkte Spiegel einer Gesellschaft, in der durch die massive Destabilisierung des Landes, durch eine vollkommen außer Kontrolle geratene Einwanderungspolitik und durch den wirtschaftlichen Niedergang das Vertrauen in die staatliche Ordnung erodiert ist.

Wenn die Menschen ihren Glauben daran verlieren, dass der Staat ihre Sicherheit und ihre Lebensgrundlagen schützt, dann greifen sie zu anderen Mitteln – im schlimmsten Falle zur Selbstjustiz oder zur politischen Gewalt.

Das, was die BKA-Statistik vorlegt, ist kein Kriminalitätsbericht. Es ist der Obduktionsbericht einer Republik, deren Institutionen damit beschäftigt sind, Symptome mit Strichlisten zu verwalten, anstatt die Ursachen für den Zerfall zu bekämpfen. Wer den gesellschaftlichen Frieden mit ideologischer Ideologie bekämpft, wird am Ende nichts anderes ernten als das, was wir jetzt in den Zahlen schwarz auf weiß sehen: Die Kapitulation vor der eigenen Unfähigkeit.