In Berlin gehen die Lichter aus
Etwa 100 öffentliche Gebäude in der deutschen Hauptstadt werden jetzt nachts verdunkelt, um Energie zu sparen, sagen die Behörden.
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Contra24 RedaktionRedaktion

Berlin hat seit Ende Juli die Beleuchtung von rund 100 öffentlichen Gebäuden und historischen Wahrzeichen eingestellt, um Energie zu sparen, teilte die Umweltverwaltung der Stadt am Montag mit. Insgesamt sollen 150 Gebäude nachts nicht mehr beleuchtet werden. Zuvor war berichtet worden, dass die Beleuchtung von bis zu 200 Gebäuden abgeschaltet werden soll. Der Prozess der Reduzierung des Stromverbrauchs werde bis Ende August abgeschlossen sein, so die Behörde.
Da die fraglichen Gebäude nicht an ein einziges System angeschlossen sind, müssen Ingenieure und Wartungsfachleute die Gebäude einzeln abschalten, heißt es in der Erklärung. Die Behörden beabsichtigen, einige Wahrzeichen wie das Jüdische Museum, die Neue Synagoge und das Sowjetische Kriegerdenkmal im Tiergarten weiterhin zu beleuchten. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit dem Berliner Innenministerium getroffen worden, hieß es.
Nach Angaben der Umweltverwaltung der Stadt verbrauchen die 150 Gebäude, zu denen die Siegessäule, der Berliner Dom, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, das Schloss Charlottenburg und die Staatsoper gehören, etwa 150.000 bis 200.000 Kilowattstunden pro Jahr, was 40.000 Euro(!) pro Jahr kostet.
Anfang Juli sprach sich die Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey dafür aus, Wahrzeichen wie das Brandenburger Tor nicht mehr zu beleuchten, um Energie zu sparen. Die Behörden erwägten auch, einige Straßenlaternen abzuschalten, ohne die öffentliche Sicherheit zu gefährden. "In der Situation, in der wir uns befinden, müssen wir alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung prüfen", sagte sie damals.
Deutschland ist wie viele andere EU-Länder von einer Energiekrise betroffen, die auf die weltweit steigenden Preise zurückzuführen ist. Um die Krise zu lindern, billigte der Europäische Rat Anfang August einen Plan, nach dem die EU-Länder ihren Gasverbrauch um 15 % senken sollen.


