Hungern gegen Putin?
Die Politiker in Europa haben offensichtlich nicht mehr alle Tassen beieinander. Mit den unseligen Sanktionen schaden sie nicht nur der europäischen Wirtschaft, sondern vor allem den Menschen.
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Michael SteinerRedaktion

Die Kosten für Energie (Treibstoffe und Strom) und für Nahrungsmittel gehen mittlerweile durch die Decke. Europa sieht sich mit Inflationsraten konfrontiert, die die jüngeren Generationen in vielen Ländern gar nicht kennen. Teilweise haben sie schon die Marke von 20 Prozent erreicht und das Ende der Fahnenstange ist nocht nicht zu sehen. Denn je länger die Politik so weitermacht, desto schlimmer werden die Auswirkungen.
Das Problem ist nämlich nicht primär der Krieg in der Ukraine. Dieser beeinträchtigt zwar die Versorgung mit Sonnenblumenöl, Weizen und Mais, doch die realwirtschaftlichen Effekte davon sind minimal. Vielmehr sorgen die ganzen westlichen Sanktionen und Embargos gegen Russland - und natürlich Moskaus Gegenreaktionen - für massive Verwerfungen auf den Märkten. Hat Big Pharma noch stark von der Covid-P(l)andemie profitiert, so reiben sich derzeit die Energieproduzenten und manche Händler die Hände.
Doch während die Preise für die wichtigsten Produkte explodieren, bleiben die Löhne, Renten und Sozialbezüge weitestgehend auf dem gleichen Niveau. Und wer zuvor schon nur knapp über die Runden kam, hat jetzt ein enormes Problem. Denn die enormen Preissteigerungen sorgen nun dafür, dass schon früher Ebbe in der Kasse ist. Gespart werden muss dann eben woanders, nur um wenigstens jeden Tag genug Essen auf dem Tisch und gegebenenfalls auch genügend Sprit im Tank (für den Arbeitsweg) zu haben. Insbesondere die (Dank der Geldschwemme der Zentralbanken) in den letzten Jahren stark gestiegenen Immobilien- und Mietpreise haben dafür gesorgt, das die Ausgaben für das eigene Dach über dem Kopf einen großen Kostenpunkt darstellen.
Für die ganzen Spitzenpolitiker, die in den letzten Wochen mit immer mehr Sanktionen gegen Russland um sich geworfen haben, spielt dies keine Rolle. Selbst bei einer Inflationsrate von 50 Prozent hätten sie noch einen genügend großen Puffer, zumal sie vom Steuerzahler fürstlich entlohnt werden. Doch das einfache Volk soll gegen Putin hungern.
Aber warum? Diese Sanktionen sind doch eindeutig ideologisch motiviert. Gegen Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und deren Unterstützer im Jemen-Krieg wurden in den letzten Jahren keine Sanktionen verhängt. Ach ja, ich vergaß, da haben die Europäer (also die Politiker und die Rüstungsindustrie) ja selbst ihre schmutzigen Finger mit im Spiel. Von den ganzen US-amerikanischen und NATO-Kriegen der letzten Jahre ganz zu schweigen. Und nun sollen die Menschen in Europa Hunger leiden, nur weil die europäische Politik ihrem Hass gegenüber dem russischen Präsidenten freien Lauf lässt?


