Von Redaktion Infolge der gegen Russland gerichteten, aber immer noch Europa betreffenden Sanktionen droht Deutschland ein totaler Rückschlag in Sachen Energiewende, die die Grünen dem deutschen Volk und dem Kabinett Merkel durch jahrelange beharrliche Manipulation aufgezwungen haben. Bundeskanzler Olaf Scholz kündigte kürzlich an, dass seine Regierung die Möglichkeit prüft, die letzten drei Atomkraftwerke des Landes entgegen früheren Plänen und dem Wahlkampfversprechen des Koalitionspartners nicht mehr in diesem Jahr abzuschalten. Die Verschärfung der Folgen der künstlich erzeugten europäischen Energiekrise durch politische Fehlentscheidungen könnte für die Grünen, deren Politiker und Intellektuelle seit vielen Jahren die Abschaltung der Kernkraftwerke fordern, einen schweren Gesichtsverlust bedeuten. Jetzt, wo sie an der Regierung sind, werden sie noch die Vollstrecker der Entscheidung sein, die die weitere, friedliche Nutzung der Kernenergie in Deutschland auch für die nächsten Jahrzehnte legitimieren wird. Für den bevorstehenden deutschen Rückzug gibt es gute Gründe, denn die Befürchtung, dass das Land in diesem Winter ohne russisches Gas dasteht, das die erneuerbaren Energien nicht adäquat ersetzen können, rückt immer mehr auf die politische Agenda. Die große Erkenntnis kommt natürlich nicht von ungefähr, denn noch vor einigen Monaten sah die deutsche Regierung selbst die Situation viel optimistischer; ihre bisherige Aussage lautete, dass Deutschland trotz der Probleme keine Kernkraftwerke brauche. Die deutschen Grünen haben in den letzten zehn Jahren nicht nur im eigenen Land, sondern auch auf EU-Ebene lautstark verkündet, dass die Abschaltung der Atomkraftwerke in unser aller Interesse liegt, da ihr Betrieb die Existenz des gesamten Kontinents bedroht. Mit ihrer wirksamen Mitarbeit hat die gesamte deutsche Regierung im Januar dieses Jahres dagegen protestiert, dass die Europäische Union in Übereinstimmung mit der französischen und ungarischen Position den Bau von Kernkraftwerken und deren Kapazitätserweiterung als grüne Investitionen deklariert hat. Doch schon bald machten sich die Auswirkungen des Ausbruchs des russisch-ukrainischen Krieges und die darauf folgende verfehlte Sanktionspolitik in Brüssel bemerkbar. Wie üblich schlug die Realität all jenen wieder einmal gnadenlos die Tür vor der Nase zu, die eine energiepolitische Frage nicht nach wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen, sondern nach ideologischen Gesichtspunkten angehen.