Am frühen Morgen des 28. Februar 2026 begann mit den Operationen "Epic Fury" (Epischer Zorn) und "Roaring Lion" (Brüllender Löwe) ein Krieg, der alle Merkmale eines lange vorbereiteten Angriffskrieges trägt. Die Vereinigten Staaten von Amerika schlossen sich Israel in einem koordinierten Militärschlag gegen den Iran an - ein Staat, der nach Einschätzung unabhängiger Beobachter keine unmittelbare Bedrohung darstellte. Was US-Präsident Donald Trump von seinem Anwesen in Florida aus als notwendige Verteidigungsmaßnahme verkaufte, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als das, was es tatsächlich ist: ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, der auf Lügen, geopolitischen Interessen und der bedingungslosen Unterwerfung Washingtons unter die Agenda Tel Avivs basiert.

Die Bilanz der ersten Angriffstage ist verheerend: Neben dem obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, wurden auch der ehemalige Präsident Mahmud Ahmadinedschad, Generalstabschef Abdolrahim Mussawi, der Chef der Revolutionsgarden Mohammad Pakpur sowie Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh gezielt getötet. Dies ist kein chirurgischer Präzisionsschlag - dies ist eine systematische Enthauptung eines souveränen Staates.

Die Lügen, die Kriege gebären

Die Begründungen für diesen Krieg klingen erschreckend vertraut. Trump und seine Administration behaupteten, der Iran entwickle Atomwaffen und verfüge über ballistische Raketen, die die USA erreichen könnten. Beide Behauptungen wurden von US-Geheimdiensten und internationalen Experten widerlegt. Mitarbeiter des Pentagon gaben in einem Medienbriefing zu, dass die Trump-Regierung wusste, dass der Iran keinen Erstschlag auf US-Militäreinrichtungen plante. "Es habe keine Anzeichen für einen derartigen Angriff gegeben", zitierten Journalisten die Pentagon-Vertreter.

Diese Enthüllung ist von enormer Tragweite: Die US-Regierung rechtfertigte den Angriff unter anderem damit, dass der Iran plane, die USA und Israel anzugreifen - eine bewusste Falschdarstellung, die an die berüchtigte Lüge von Condoleezza Rice aus den Jahren 2002/2003 erinnert, als sie behauptete, der Irak baue "Massenvernichtungswaffen", die zu einer "Pilzwolke" über Amerika führen könnten. Der Irakkrieg kostete 500.000 Iraker und 4.431 amerikanische Soldaten das Leben. Die Parallelen sind nicht zu übersehen - und sie sind beabsichtigt.

Der Völkerrechtler Christoph Safferling bewertete die gemeinsamen Luftangriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf Iran laut als klaren Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot. Doch wen interessieren in Washington oder Tel Aviv noch internationale Rechtsnormen, wenn geopolitische Ziele auf dem Spiel stehen?

Saudi-Arabien und Israel: Die Architekten der Eskalation

Besonders aufschlussreich sind die Enthüllungen über die Vorgeschichte dieses Krieges. Wie der Tagesspiegel unter Berufung auf die Washington Post berichtet, sollen Saudi-Arabien und Israel Trump massiv zum Iran-Angriff gedrängt haben. US-Außenminister Marco Rubio wies bei einem Treffen mit Vertretern des US-Parlaments auf bestehende Angriffspläne der Israelis hin. Für die USA sei die Frage daher nur gewesen, ob sie sich beteiligen.

Besonders perfide: Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hatte sich öffentlich für eine diplomatische Lösung ausgesprochen, während er in mehreren privaten Telefonaten bei Trump für einen Angriff auf den Iran warb. Diese Doppelzüngigkeit offenbart die wahre Natur der regionalen Machtspiele: Öffentliche Friedensrhetorik bei gleichzeitiger Kriegstreiberei hinter verschlossenen Türen.

Die Frage, die sich hier aufdrängt, ist fundamental: Wessen Interessen dienen die Vereinigten Staaten eigentlich? Die Antwort ist so ernüchternd wie offensichtlich: Die USA sind zum Werkzeug einer regionalen Allianz geworden, die ihre eigenen geopolitischen Ziele verfolgt - die Zerschlagung der sogenannten "Achse des Widerstands" und die Neuordnung des Nahen Ostens nach ihren Vorstellungen.

Das Blutzoll: Wenn Söhne und Töchter für fremde Interessen sterben

Die menschlichen Kosten dieses Krieges sind bereits jetzt verheerend. Nach Angaben des Roten Halbmonds kamen bei den Angriffen in Iran bislang mehr als 200 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation HRANA berichtete allein am ersten Tag von mindestens 133 getöteten Zivilisten und 200 Verletzten, wie die Tagesschau meldet.

Auch auf amerikanischer Seite steigt die Zahl der Opfer. Laut ZDF ist die Zahl getöteter US-Soldaten mittlerweile auf sechs gestiegen. Trump räumte ein, dass weitere amerikanische Soldaten sterben würden, und fügte mit zynischer Gleichgültigkeit hinzu: "Leider wird es wahrscheinlich noch mehr geben, bevor es vorbei ist."

Es ist eine bittere Ironie, dass ein Präsident, der sich selbst dem Wehrdienst entzogen hat, nun bereit ist, die Söhne und Töchter anderer amerikanischer Familien als Kanonenfutter für einen Krieg zu opfern, der nicht im nationalen Interesse der USA liegt. Trumps gesamte Familie hat sich dem Militärdienst entzogen - doch er sendet junge Amerikaner in einen Krieg, dessen wahre Nutznießer in Tel Aviv und Riad sitzen.

Die Eskalationsspirale: Ein regionaler Flächenbrand

Die Auswirkungen des Krieges beschränken sich längst nicht mehr auf Iran und Israel. Der Konflikt droht, die gesamte Region in Brand zu setzen. Die Hisbollah im Libanon hat sich in die Kämpfe eingeschaltet und Raketen auf Israel abgefeuert. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen auf Beirut, bei denen laut libanesischem Gesundheitsministerium bereits 52 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt wurden.

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn Hunderte ballistische Raketen und mehr als 700 Drohnen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion abgefeuert. Bundeswehrsoldaten im Irak und in Jordanien gerieten unter Beschuss, blieben aber unverletzt. Auch Zypern wurde angegriffen - ein britischer Luftwaffenstützpunkt auf der Insel wurde von einer iranischen Drohne getroffen.

Besonders bedrohlich ist die Ankündigung der Revolutionsgarden, die strategisch wichtige Straße von Hormus zu blockieren. Ein General der iranischen Revolutionsgarden drohte laut Die Zeit, jedes Schiff zu verbrennen, das die Meerenge zu passieren versuche. Er prognostizierte, der Ölpreis werde "in den kommenden Tagen 200 Dollar erreichen". Durch die Straße von Hormus fließt etwa ein Drittel des weltweiten Öltransports per Schiff - eine Blockade hätte katastrophale Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Regimewechsel als Ziel: Die neokonservative Agenda

Trump und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu haben deutlich gemacht, dass ihr Ziel nicht nur die Zerstörung iranischer Militärkapazitäten ist, sondern ein vollständiger Regimewechsel. Sie riefen die Iraner dazu auf, ihre Regierung zu stürzen. Trump verkündete über seine Plattform "Truth Social": "Wir werden ihre Raketen zerstören und ihre Raketenindustrie dem Erdboden gleichmachen. Sie wird - wieder einmal - vollständig ausgelöscht werden."

Diese Rhetorik des Regimewechsels ist nicht neu. Sie ist Teil einer neokonservativen Agenda, die seit Jahrzehnten die US-Außenpolitik im Nahen Osten dominiert. Nach Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien soll nun der Iran "befreit" werden - ungeachtet der katastrophalen Folgen, die frühere Interventionen hatten.

Experten sind skeptisch, ob die Angriffe tatsächlich zu einem Regimewechsel führen könnten. Wie die Tagesschau berichtete, warnte Bundeskanzler Friedrich Merz: "Die Militärschläge sollen das zerstörerische Spiel eines geschwächten Regimes beenden. Das ist nicht ohne Risiko." Man wisse nicht, "in welche Eskalation die harten iranischen Gegenschläge die Region noch ziehen werden".

Die Rolle Israels: Absolute Kontrolle über die amerikanische Politik

Die zentrale Frage, die sich bei dieser Eskalation stellt, ist: Wer kontrolliert eigentlich die amerikanische Außenpolitik? Die Antwort ist so unbequem wie offensichtlich: Israel übt eine beispiellose Kontrolle über die politischen Entscheidungsprozesse in Washington aus.

Dass dieser Krieg überhaupt stattfindet, ist Israels absoluter Kontrolle über die amerikanische Politik geschuldet - eine Tatsache, die Netanjahu und seine Vorgänger im Amt nicht gerade verheimlicht haben. Die USA sind zu einem Werkzeug geworden, das bedingungslos der Expansion Großisraels dient, koste es, was es wolle. Die Frage, ob es die Israelis kümmert, was mit dem amerikanischen Volk geschieht, beantwortet sich von selbst: Die USA sind eine notwendige Ressource, die bis zum letzten Tropfen Geld und politische Unterstützung ausgequetscht wird.

Die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei am 28. Februar 2026 erfolgte auf Grundlage von Geheimdienstinformationen der CIA. Israel führte den gezielten Angriff aus, als sich Chamenei mit hochrangigen Funktionären in einem Gebäudekomplex im Zentrum Teherans aufhielt. Diese Operation zeigt die enge Verzahnung zwischen US-Geheimdiensten und israelischen Militäroperationen.

Europa: Machtlos und marginalisiert

Die Reaktionen aus Europa auf diese Eskalation offenbaren die Ohnmacht und Bedeutungslosigkeit der Europäischen Union in geopolitischen Fragen. Es verfestigt sich der Eindruck, dass der Einfluss der EU eher limitiert ist. Deutschland, Frankreich und Großbritannien verurteilten zwar die iranischen Gegenangriffe, zur völkerrechtlichen Einordnung der Militärschläge der USA und Israels äußerte sich Bundeskanzler Merz jedoch zurückhaltend. Es sei jetzt "nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren", erklärte er.

Diese Haltung ist symptomatisch für die europäische Außenpolitik: Man möchte niemanden verärgern, schon gar nicht Washington, und nimmt dafür in Kauf, dass elementare Prinzipien des Völkerrechts mit Füßen getreten werden. Die EU verschob wegen des Krieges mehrere Ministertreffen in Zypern - eine symbolische Geste der Hilflosigkeit.

Die wirtschaftlichen Folgen: Eine globale Krise bahnt sich an

Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Krieges sind bereits jetzt spürbar. Der Ölpreis stieg zeitweise auf fast 80 US-Dollar je Barrel. Die Drohung der Revolutionsgarden, die Straße von Hormus zu blockieren, könnte zu einer globalen Energiekrise führen. Der Flugverkehr im Nahen Osten ist weitgehend zum Erliegen gekommen, Hunderttausende Touristen sitzen fest.

Die Golfregion ist ein wichtiges Drehkreuz für den internationalen Luftverkehr. Emirates, Etihad und andere Fluggesellschaften mussten ihren Betrieb weitgehend einstellen. Nach Informationen von Bloomberg kämpfen Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate mit Ressourcenmangel - Katars Vorräte an Patriot-Abfangraketen reichen  noch für die nächsten vier Tage, wenn die iranischen Angriffe in der derzeitigen Intensität fortgesetzt werden.

Die Dauer des Krieges: Wochen oder Monate?

Nach Einschätzung von US-Präsident Trump könnten die Angriffe noch vier Wochen dauern. "Davon sei man von Anfang an ausgegangen", sagte er laut der britischen Zeitung Daily Mail. US-Außenminister Marco Rubio kündigte noch heftigere Angriffe an: "Die härtesten Schläge des US-Militärs werden noch kommen. Die nächste Phase wird den Iran noch härter treffen als die jetzige."

Dem US-Militär zufolge sind seit Beginn der Angriffe am Samstag bislang mehr als 1.000 iranische Ziele angegriffen worden. Das US-Zentralkommando meldete, elf Schiffe der iranischen Marine im Golf von Oman versenkt zu haben. Israel behauptet, über 1.000 Mitglieder der Revolutionsgarden und iranischer Sicherheitskräfte getötet zu haben.

Fazit: Ein Krieg ohne Legitimation, ohne Notwendigkeit, ohne Ausweg

Was wir erleben, ist die Anatomie eines geplanten Krieges, der auf Lügen basiert, von regionalen Akteuren orchestriert wurde und von einer US-Administration ausgeführt wird, die jegliche Bindung an Völkerrecht und internationale Normen aufgegeben hat. Die Vereinigten Staaten sind zu einem Werkzeug fremder Interessen geworden, während die eigene Bevölkerung die Kosten in Form von Menschenleben, wirtschaftlichen Belastungen und internationalem Ansehensverlust trägt.

Die Lösung wäre einfach, aber politisch unmöglich: Israel und seine Unterstützer aus den Schaltzentren der amerikanischen Macht zu entfernen und Washington dazu zu bringen, die übrigen Nationen der Welt mit Respekt zu behandeln - ohne Drohungen oder militärische Interventionen. Die Mehrheit der Amerikaner würde vermutlich einen Rückzug aus dem Iran befürworten und ein Land unterstützen, das mit allen in Frieden lebt.

Doch solange die politische Elite in Washington von zionistischen Milliardären korrumpiert ist und sich bedingungslos der Expansion Großisraels verschrieben hat, wird dieser Krieg weitergehen - mit unabsehbaren Folgen für die Region und die Welt.

Die Frage ist nicht mehr, ob dieser Krieg zu einem regionalen Flächenbrand führen wird. Die Frage ist nur noch: Wie viele Menschen müssen sterben, bevor die Vernunft siegt?