Deutschland hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Spezialfähigkeit entwickelt: Daten, die politisch unbequem werden könnten, werden entweder nicht erhoben, verschleiert, aufgeteilt oder so tief in Statistikamtskellern vergraben, dass sie niemand mehr findet. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erfasst zwar Tatverdächtige, aber keine rechtskräftig Verurteilten nach Herkunft. Kein vollständiges Bild, kein klarer Befund. Gewollt vage, systematisch blind. Deutschlands nördlicher Nachbar macht das genau andersherum.

Die dänische Statistikbehörde tut das Unerhörte

„Statistik Dänemark" stellt öffentlich, kostenlos und interaktiv aufbereitet umfassendes Zahlenmaterial zur Ausländerkriminalität bereit. Keine Vernebelung, kein bürokratischer Nebel, kein politisch motiviertes Weglassen. Einfach: Fakten. Aufgeschlüsselt nach Herkunftsland, Delikt und Bevölkerungsanteil. Das Ergebnis ist - wie Tichys Einblick schreibt - „schlimmer, als wir es uns vorgestellt haben. Viel schlimmer."

Der Datenanalyst Jonatan Pallesen, Doktorat in Statistischer Genetik, hat die Datenbänke STRAFNA4 und FOLK1C miteinander verknüpft und lesbare Balkengrafiken erstellt. Was herauskommt, ist keine Meinung, sondern amtliche Mathematik. Im Vergleich zu einheimischen Dänen als Referenzwert (1x) werden Iraker 9-mal öfter wegen Vergewaltigung verurteilt. Afghanen 11-mal. Syrer 16-mal. Und Somalis: 20-mal öfter. Das ist kein Druckfehler. Kein Rechenfehler. Das sind die Zahlen einer demokratischen Behörde, die ihrem Volk gegenüber ehrlich geblieben ist.

Was die Zahlen sagen - und was das für Deutschland bedeutet

Bei schweren Gewaltdelikten, Raub, Erpressung, Körperverletzung - das Bild ist überall nahezu identisch. An der Spitze der Überrepräsentation stehen verlässlich Täter aus muslimisch geprägten Ländern. Das bestätigt auch Report24: Die Beteiligung somalischstämmiger Migranten an Vergewaltigungen und schweren Gewaltdelikten liegt beim 15- bis 20-fachen der einheimischen dänischen Rate.

Und Deutschland? In Deutschland erfasst die PKS nur Tatverdächtige - und selbst das wird seit Jahren methodisch so aufgeweicht, dass belastbare Vergleiche kaum noch möglich sind. Dabei sind die Trends auch hierzulande eindeutig: Laut BKA-Lagebild 2023 stiegen Straftaten mit tatverdächtigen Zuwanderern im Vergleich zu 2022 um 26,8 Prozent. Sexualstraftaten mit Zuwanderer-Beteiligung um 16,5 Prozent. Im Vergleich zu 2019 sogar um 51,7 Prozent. Die häufigsten Tatverdächtigen bei Sexualstraftaten: Syrer, Afghanen, Iraker.

Man kann also festhalten: Die deutschen Zahlen sind unvollständig. Die dänischen Zahlen sind vollständig. Und trotzdem zeigen beide in dieselbe Richtung.

Dänemark handelt. Deutschland erklärt.

Das Bemerkenswerte an Dänemark ist nicht nur die statistische Ehrlichkeit, sondern auch der politische Mut, der daraus folgt. Die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen - in Deutschland würde man so jemanden sofort aus der Partei werfen - hat im Mai 2026 eines der schärfsten Abschiebe-Gesetze Europas in Kraft gesetzt. Wer kein Staatsbürger ist und wegen schwerer Straftaten zu mindestens einem Jahr Haft verurteilt wird, fliegt raus. Automatisch. Ohne Ausnahme für Familienleben oder Aufenthaltsdauer.

Frederiksen in ihrer Neujahrsansprache: „Ausländer, die schwere Kriminalität begehen - zum Beispiel schwere Gewalt oder Vergewaltigung - haben in Dänemark nichts zu suchen." Und sie hat recht. Nicht wegen Populismus, sondern wegen ihrer eigenen Statistik.

Eine Studie der Rockwool-Stiftung hat errechnet: Wäre das neue Gesetz bereits seit dem Jahr 2000 in Kraft gewesen, hätten fast 2.000 zusätzliche ausländische Schwerverbrecher das Land verlassen müssen. 4.300 Straftaten - darunter Gewalt- und Sexualdelikte - wären verhindert worden. Das sind keine ideologischen Phantasiezahlen. Das sind nüchterne Hochrechnungen auf Basis amtlicher Verurteilungsstatistiken.

Deutschland: Schweigen, Relativieren, Wegschauen

Was tut Deutschland stattdessen? Es diskutiert. Es relativiert. Es baut Schutzwälle um unbequeme Fakten. BKA-Chef Holger Münch erklärte bei der Vorstellung der PKS 2024: „Es liegt nicht an der Herkunft, sondern der Ballung der Risiko-Faktoren." Schöner Satz. Nur: Die Risikofaktoren sammeln sich offenbar konsistent in denselben Herkunftsgruppen. Das ist kein Zufall, das ist ein Befund.

Die damalige Innenministerin Faeser empfahl den Medien, öfter über die schwierigen Lebensbedingungen in Flüchtlingsunterkünften zu berichten - um die Einwanderungsmotivation zu senken. Das klingt nach politischer Kommunikation, nicht nach Sicherheitspolitik. Und so läuft es weiter: Während Dänen Abschiebe-Gesetze erlassen, erklärt Deutschland warum es so kompliziert ist.

Die eigentliche Frage, die niemand stellen darf

Warum sollten die deutschen Zahlen fundamental anders aussehen als die dänischen? Dieselben Herkunftsländer, ähnliche Migrationsrouten, vergleichbare demographische Struktur der Neuankömmlinge. Die Antwort lautet: Es gibt keinen plausiblen Grund. Es gibt nur den politischen Willen, die Frage nicht zu stellen.

Dänemark hat keine Angst vor seinen eigenen Daten. Deutschland schon. Und genau das ist der Unterschied zwischen einer Demokratie, die ihren Bürgern vertraut - und einer, die sie lieber schützt vor dem, was sie wissen könnten.

Fazit

Dänemark liefert gerade das, was in Deutschland so verzweifelt fehlt: Klarheit. Daten ohne Weichzeichner. Politik ohne Scheuklappen. Und den Mut, aus Zahlen Konsequenzen zu ziehen, auch wenn es Brüssel nicht gefällt. Das nennt man Verantwortung gegenüber der eigenen Bevölkerung. In Deutschland nennt man das „rechts".