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Die demographische Realität untermauert diese Entwicklung: Die erweiterte BRICS-Gruppe repräsentiert nun fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Ihr gemeinsames BIP übersteigt nach Kaufkraftparität bereits jenes der G7-Staaten. Diese Zahlen allein sollten jeden aufhorchen lassen, der die geopolitischen Implikationen versteht.
Doch der Westen scheint in seiner eigenen Realität gefangen. Während Washington weiterhin Sanktionen als außenpolitisches Werkzeug missbraucht, schaffen die BRICS-Staaten Fakten. Sie etablieren neue Handelsrouten, entwickeln alternative Finanzsysteme und bauen ihre gegenseitigen wirtschaftlichen Verflechtungen aus.
Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind weitreichend. Wir erleben nicht weniger als die Geburt einer multipolaren Wirtschaftsordnung. Der Prozess ist unumkehrbar, auch wenn er nicht ohne Friktionen verlaufen wird. Die entscheidende Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell sich diese neue Realität manifestiert.
Für Europa ergeben sich daraus unbequeme Fragen. Die traditionelle transatlantische Orientierung könnte sich als strategische Sackgasse erweisen. Eine neutralere Position zwischen den Polen könnte langfristig vorteilhafter sein. Doch bisher fehlt in Brüssel und Berlin der Mut zu einer ehrlichen Debatte über diese Option.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Westen die Zeichen der Zeit erkennt. Die BRICS-Staaten haben jedenfalls deutlich gemacht: Die Ära der unipolaren Weltordnung neigt sich ihrem Ende zu. Wer das ignoriert, riskiert, auf der falschen Seite der Geschichte zu landen.BRICS-Expansion: Der neue Machtblock des globalen Südens
In einer Zeit, in der sich die geopolitischen Tektonplatten merklich verschieben, vollzieht sich eine bemerkenswerte Transformation des BRICS-Bündnisses. Als aufmerksamer Beobachter der internationalen Entwicklungen sehe ich hier einen historischen Wendepunkt, der die etablierte Weltordnung grundlegend herausfordert.
Seit dem 1. Januar 2024 haben sich mit Ägypten, Äthiopien, Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten gleich vier neue Mitglieder dem Bündnis angeschlossen. Diese Erweiterung ist keineswegs nur symbolischer Natur - sie manifestiert sich in beeindruckenden Zahlen: Die erweiterte BRICS-Allianz repräsentiert nun etwa 45 Prozent der Weltbevölkerung und kontrolliert rund 35 Prozent des globalen BIP, gemessen an der Kaufkraftparität.
Besonders interessant ist die energiepolitische Dimension: Durch den Beitritt von Iran und den VAE hat sich die gemeinsame Ölproduktion des Blocks um nahezu 50 Prozent erhöht. Mit einem Anteil von fast 30 Prozent an der weltweiten Ölförderung gewinnt BRICS erheblich an strategischem Gewicht im globalen Energiesektor.
Allerdings offenbart sich bei genauerer Analyse ein deutliches Ungleichgewicht innerhalb der Gruppe. China dominiert mit einem BIP, das größer ist als das aller anderen BRICS-Mitglieder zusammen. Diese ökonomische Asymmetrie wirft Fragen zur künftigen Machtverteilung innerhalb des Bündnisses auf.
Die Vision einer multipolaren Weltordnung, wie sie von BRICS propagiert wird, gewinnt durch diese Expansion zweifellos an Substanz. Dennoch bleibt der Block im globalen Handel mit einem Anteil von 22 Prozent an den weltweiten Warenexporten noch hinter seinen Möglichkeiten zurück - wobei auch hier China mit zwei Dritteln der BRICS-Exporte dominiert.
Was wir hier beobachten, ist mehr als nur eine wirtschaftliche Allianz - es ist der Versuch, eine Alternative zu den westlich dominierten Institutionen wie der G7 zu etablieren. Die Erweiterung des BRICS-Bündnisses markiert damit einen weiteren Schritt in Richtung einer fundamentalen Neuordnung der globalen Machtverhältnisse.BRICS+ wird zu einer Herausforderung für den Westen
Auch wenn China die Staatengruppe noch dominiert, kommt langsam etwas Bewegung in die Sache. Die erweiterte BRICS+-Allianz entwickelt sich zu einem wirtschaftlichen Kraftzentrum, das die westliche Finanzhegemonie grundlegend in Frage stellt.
M
Michael SteinerRedaktion

Die jüngsten Entwicklungen sind bemerkenswert. Mit der Aufnahme von Saudi-Arabien, Iran, Äthiopien, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat sich nicht nur die geografische Reichweite des Bündnisses dramatisch erweitert. Vielmehr kontrolliert die Allianz nun strategisch entscheidende Ressourcen: 45% der weltweiten Ölförderung und über 60% der bekannten Uranvorkommen liegen in BRICS+-Staaten.
Besonders interessant ist die sich abzeichnende monetäre Revolution. Die BRICS-Staaten arbeiten mit Hochdruck an Alternativen zum SWIFT-System und zum US-Dollar. Was viele als unrealistische Vision abtaten, nimmt konkrete Formen an: Ein gold- und rohstoffgedecktes Zahlungssystem, das die Abhängigkeit vom Dollar reduziert. Die neue Entwicklungsbank der BRICS hat bereits Kredite im Wert von 33 Milliarden Dollar vergeben – in lokalen Währungen wohlgemerkt.
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Die demographische Realität untermauert diese Entwicklung: Die erweiterte BRICS-Gruppe repräsentiert nun fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Ihr gemeinsames BIP übersteigt nach Kaufkraftparität bereits jenes der G7-Staaten. Diese Zahlen allein sollten jeden aufhorchen lassen, der die geopolitischen Implikationen versteht.
Doch der Westen scheint in seiner eigenen Realität gefangen. Während Washington weiterhin Sanktionen als außenpolitisches Werkzeug missbraucht, schaffen die BRICS-Staaten Fakten. Sie etablieren neue Handelsrouten, entwickeln alternative Finanzsysteme und bauen ihre gegenseitigen wirtschaftlichen Verflechtungen aus.
Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind weitreichend. Wir erleben nicht weniger als die Geburt einer multipolaren Wirtschaftsordnung. Der Prozess ist unumkehrbar, auch wenn er nicht ohne Friktionen verlaufen wird. Die entscheidende Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell sich diese neue Realität manifestiert.
Für Europa ergeben sich daraus unbequeme Fragen. Die traditionelle transatlantische Orientierung könnte sich als strategische Sackgasse erweisen. Eine neutralere Position zwischen den Polen könnte langfristig vorteilhafter sein. Doch bisher fehlt in Brüssel und Berlin der Mut zu einer ehrlichen Debatte über diese Option.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Westen die Zeichen der Zeit erkennt. Die BRICS-Staaten haben jedenfalls deutlich gemacht: Die Ära der unipolaren Weltordnung neigt sich ihrem Ende zu. Wer das ignoriert, riskiert, auf der falschen Seite der Geschichte zu landen.BRICS-Expansion: Der neue Machtblock des globalen Südens
In einer Zeit, in der sich die geopolitischen Tektonplatten merklich verschieben, vollzieht sich eine bemerkenswerte Transformation des BRICS-Bündnisses. Als aufmerksamer Beobachter der internationalen Entwicklungen sehe ich hier einen historischen Wendepunkt, der die etablierte Weltordnung grundlegend herausfordert.
Seit dem 1. Januar 2024 haben sich mit Ägypten, Äthiopien, Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten gleich vier neue Mitglieder dem Bündnis angeschlossen. Diese Erweiterung ist keineswegs nur symbolischer Natur - sie manifestiert sich in beeindruckenden Zahlen: Die erweiterte BRICS-Allianz repräsentiert nun etwa 45 Prozent der Weltbevölkerung und kontrolliert rund 35 Prozent des globalen BIP, gemessen an der Kaufkraftparität.
Besonders interessant ist die energiepolitische Dimension: Durch den Beitritt von Iran und den VAE hat sich die gemeinsame Ölproduktion des Blocks um nahezu 50 Prozent erhöht. Mit einem Anteil von fast 30 Prozent an der weltweiten Ölförderung gewinnt BRICS erheblich an strategischem Gewicht im globalen Energiesektor.
Allerdings offenbart sich bei genauerer Analyse ein deutliches Ungleichgewicht innerhalb der Gruppe. China dominiert mit einem BIP, das größer ist als das aller anderen BRICS-Mitglieder zusammen. Diese ökonomische Asymmetrie wirft Fragen zur künftigen Machtverteilung innerhalb des Bündnisses auf.
Die Vision einer multipolaren Weltordnung, wie sie von BRICS propagiert wird, gewinnt durch diese Expansion zweifellos an Substanz. Dennoch bleibt der Block im globalen Handel mit einem Anteil von 22 Prozent an den weltweiten Warenexporten noch hinter seinen Möglichkeiten zurück - wobei auch hier China mit zwei Dritteln der BRICS-Exporte dominiert.
Was wir hier beobachten, ist mehr als nur eine wirtschaftliche Allianz - es ist der Versuch, eine Alternative zu den westlich dominierten Institutionen wie der G7 zu etablieren. Die Erweiterung des BRICS-Bündnisses markiert damit einen weiteren Schritt in Richtung einer fundamentalen Neuordnung der globalen Machtverhältnisse.
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Die demographische Realität untermauert diese Entwicklung: Die erweiterte BRICS-Gruppe repräsentiert nun fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Ihr gemeinsames BIP übersteigt nach Kaufkraftparität bereits jenes der G7-Staaten. Diese Zahlen allein sollten jeden aufhorchen lassen, der die geopolitischen Implikationen versteht.
Doch der Westen scheint in seiner eigenen Realität gefangen. Während Washington weiterhin Sanktionen als außenpolitisches Werkzeug missbraucht, schaffen die BRICS-Staaten Fakten. Sie etablieren neue Handelsrouten, entwickeln alternative Finanzsysteme und bauen ihre gegenseitigen wirtschaftlichen Verflechtungen aus.
Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind weitreichend. Wir erleben nicht weniger als die Geburt einer multipolaren Wirtschaftsordnung. Der Prozess ist unumkehrbar, auch wenn er nicht ohne Friktionen verlaufen wird. Die entscheidende Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell sich diese neue Realität manifestiert.
Für Europa ergeben sich daraus unbequeme Fragen. Die traditionelle transatlantische Orientierung könnte sich als strategische Sackgasse erweisen. Eine neutralere Position zwischen den Polen könnte langfristig vorteilhafter sein. Doch bisher fehlt in Brüssel und Berlin der Mut zu einer ehrlichen Debatte über diese Option.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Westen die Zeichen der Zeit erkennt. Die BRICS-Staaten haben jedenfalls deutlich gemacht: Die Ära der unipolaren Weltordnung neigt sich ihrem Ende zu. Wer das ignoriert, riskiert, auf der falschen Seite der Geschichte zu landen.BRICS-Expansion: Der neue Machtblock des globalen Südens
In einer Zeit, in der sich die geopolitischen Tektonplatten merklich verschieben, vollzieht sich eine bemerkenswerte Transformation des BRICS-Bündnisses. Als aufmerksamer Beobachter der internationalen Entwicklungen sehe ich hier einen historischen Wendepunkt, der die etablierte Weltordnung grundlegend herausfordert.
Seit dem 1. Januar 2024 haben sich mit Ägypten, Äthiopien, Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten gleich vier neue Mitglieder dem Bündnis angeschlossen. Diese Erweiterung ist keineswegs nur symbolischer Natur - sie manifestiert sich in beeindruckenden Zahlen: Die erweiterte BRICS-Allianz repräsentiert nun etwa 45 Prozent der Weltbevölkerung und kontrolliert rund 35 Prozent des globalen BIP, gemessen an der Kaufkraftparität.
Besonders interessant ist die energiepolitische Dimension: Durch den Beitritt von Iran und den VAE hat sich die gemeinsame Ölproduktion des Blocks um nahezu 50 Prozent erhöht. Mit einem Anteil von fast 30 Prozent an der weltweiten Ölförderung gewinnt BRICS erheblich an strategischem Gewicht im globalen Energiesektor.
Allerdings offenbart sich bei genauerer Analyse ein deutliches Ungleichgewicht innerhalb der Gruppe. China dominiert mit einem BIP, das größer ist als das aller anderen BRICS-Mitglieder zusammen. Diese ökonomische Asymmetrie wirft Fragen zur künftigen Machtverteilung innerhalb des Bündnisses auf.
Die Vision einer multipolaren Weltordnung, wie sie von BRICS propagiert wird, gewinnt durch diese Expansion zweifellos an Substanz. Dennoch bleibt der Block im globalen Handel mit einem Anteil von 22 Prozent an den weltweiten Warenexporten noch hinter seinen Möglichkeiten zurück - wobei auch hier China mit zwei Dritteln der BRICS-Exporte dominiert.
Was wir hier beobachten, ist mehr als nur eine wirtschaftliche Allianz - es ist der Versuch, eine Alternative zu den westlich dominierten Institutionen wie der G7 zu etablieren. Die Erweiterung des BRICS-Bündnisses markiert damit einen weiteren Schritt in Richtung einer fundamentalen Neuordnung der globalen Machtverhältnisse.

