Bislang war man vor allem der Ansicht, dass sich die chinesische Regierung bereits im September 2019 darüber im Klaren war, dass sich das neue Coronavirus (zuerst noch "2019-nCoV" genannt, bevor es SARS-CoV-2 genannt wurde) bereits in der Bevölkerung verbreitet. Behauptet wurde ja stets, dass man sich erst im Dezember 2019 dessen bewusst wurde und daraufhin die WHO informierte. Dem scheint jedoch nicht so gewesen zu sein. So berichtet Jeffrey A. Tucker vom "Brownstone Institute":
Es wird weit mehr als nur ein paar Ermittler brauchen, um den zeitlichen Ablauf der großen Katastrophe unserer Zeit zusammenzustellen, geschweige denn alle Verantwortlichen zu ermitteln. Ich zum Beispiel habe das Geschehen so genau wie jeder andere verfolgt, aber ein Schlüsseldatum ist meinem Radar bis jetzt entgangen. Es handelt sich um die Military World Games, die 2019 in Wuhan, China, stattfanden und an denen Athleten aus der ganzen Welt teilnahmen. Bei dieser hochkarätigen Veranstaltung traten 9.308 Athleten aus 109 Ländern in 329 Disziplinen in 27 Sportarten an. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es bereits bekannt war, dass Covid dort zirkulierte, eine Tatsache, die den Zeitplan vieler Menschen auf allen Seiten des Themas durcheinanderbringt.
Denn viele der US-Militärs die an diesen Sportveranstaltungen teilnahmen hatten danach eine "böse Erkältung" mit Symptomen, die Monate später der neuen Coronavirus-Erkrankung zugeschrieben wurden, welche mittlerweile als Covid-19 bekannt ist. Laut Tucker wurde Wuhan damals schon als "Geisterstadt" beschrieben, was bedeutet, dass sich diese zu der Zeit bereits in einer Art Lockdown befand. So wurde dies auch in einem Artikel vom Juni 2021 (also vor einem Jahr) in der "Washington Post" beschrieben - und als "erstes Superspreader-Event" bezeichnet. Wenn man bedenkt, dass diese "Wildversion" von Covid-19 also schon ab Juni 2019 sich weltweit verbreitete, da diese Athleten der Militärs aus 109 Ländern der Welt danach wieder in ihre Heimatländer zurückkehrten, darf man davon ausgehen, dass es spätestens ab Juli 2019 auch eine erste Welle gab. Diese müsste sich (zumal die Ursprungsversion als "aggressiver" galt als nachfolgende Versionen) auch in den Sterbedaten - also insbesondere in Bezug auf die Übersterblichkeit - weltweit bemerkbar gemacht haben. Doch es gab keine Ausreißer (und das, obwohl auch viele europäische Länder mitmachten) - weder in Europa noch in den Vereinigten Staaten. Dabei müssten die mit dem neuen Coronavirus infizierten Soldaten doch auch dieses weiter verbreitet haben. Tucker geht davon aus, dass die Meldungen über die "böse Erkältung" bei vielen teilnehmenden US-Militärathleten an den Spielen (plus der faktische "Lockdown" in Wuhan im Juni 2019) darauf hindeutet, dass das Virus schon damals in der Stadt zirkulierte und die chinesischen Behörden davon wussten. Doch angesichts dessen, dass es in der zweiten Jahreshälfte 2019 weder in Europa noch in den Vereinigten Staaten zu einer nennenswerten zunahme der Todesfälle kam (in der EU waren es faktisch gleich viele wie zuvor), spielen die ganzen Daten vielmehr der chinesischen Version der Geschichte in die Hände. Jene besagt, dass die Amerikaner das Virus über ihre Teilnehmer bei den Militär-Sportspielen in Wuhan nach China einschleppten. Daran geforscht worden sei in einem Militärlabor in Fort Detrick, so die chinesischen Anschuldigungen. Das Problem dabei: Für beide Theorien gibt es einige Indizien, auch weil im (mit US-Geldern unterstützten) Biolabor in Wuhan an Coronaviren geforscht wurde - unter anderem auch eine "gain-of-function-Forschung", worüber selbst US-Mainstreammedien berichteten. Insofern ist es zumindest schwierig zu sagen, wer tatsächlich für den Ausbruch des Virus verantwortlich ist, zumal die "Lab-Leak-Theorie" mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zutrifft. Auch ist es sehr wahrscheinlich, dass sich das Virus bereits im Herbst 2019 verbreitet hat, zumal es bereits damals vermehrt Fälle von "böser Erkältung" gab. Allerdings stellt sich auch die Frage, warum dann erst im Laufe des Jahres 2020 einige Länder höhere Zahlen bei der Übersterblichkeit berichteten, die dann auf Covid-19 zurückgeführt wurden. Und das, obwohl bei vielen Untersuchungen und Studien im Nachhinein festgestellt wurde, dass das Virus in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht als hauptursächlich für den Tod galt, sondern oftmals einfach nur da war. Vielleicht deshalb, weil die späteren Varianten leichter zu übertragen waren? Dies wäre eine Möglichkeit, kann aber auch nicht nachgewiesen werden. Wie man es dreht und wendet - auch heute, rund drei Jahre später, gibt es viele unbeantwortete Fragen rund um den Ursprung von SARS-CoV-2. Ohne irgendwelche Leaks von wissenschaftlichen Dokumenten oder Meldungen (z.B. des US-amerikanischen oder chinesischen Militärs) aus einem der infrage kommenden Biolabore wird es schwierig, etwas nachzuweisen. Als weiterhin sehr wahrscheinlich gilt jedoch ein Austritt aus einem Biolabor, zumal Wildviren (z.B. die Vogelgrippe oder die Affenpocken) nur selten auf Menschen überspringen und wenn, dann auch kaum in der Lage sind, vom menschlichen Wirten auf andere Menschen überzuspringen. SARS-CoV-2 gilt als "zu stark auf den Menschen angepasst", um in der Ursprungsversion von 2019 sich schon so rasch zu verbreiten. Hinzu kommt, dass bei einem Laborvirus die Frage gestellt werden muss: Erfolgte die Freisetzung beabsichtigt oder unbeabsichtigt? War es unbeabsichtigt, also pure Fahrlässigkeit, wird klar, dass die Sicherheitsvorkehrungen in solchen Biolaboren deutlich verschärft werden müssen - und man die "gain-of-function-Forschung" allgemein einstellen sollte. Bei einer absichtlichen Freisetzung (z.B. durch die CIA oder das Pentagon in China) muss man sich fragen, welches Ziel dies hatte. Biologische Kriegsführung, die schlussendlich nach hinten losging? China als "Bösewicht" darstellen zu können und gleichzeitig über die von Bill Gates und Big Pharma gekaufte Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon einmal erste Vorbereitungen für den "Great Reset" durchzuführen? Fragen, die sich zumindest im Mainstream offensichtlich niemand zu stellen traut.