Biden: Geheimdienste sollen keine Echtzeitinfos mehr mit der Ukraine teilen
US-Präsident Biden hat wohl Angst davor, dass die USA direkt in den Ukraine-Krieg hineingezogen werden und sich der Stellvertreter-Krieg ausweitet.
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Contra24 RedaktionRedaktion

Einem Bericht von NBC News zufolge hat Präsident Biden am Freitag mit hochrangigen Regierungsvertretern gesprochen und erklärt, Medienberichte über den Austausch von US-Geheimdienstinformationen mit der Ukraine seien kontraproduktiv gewesen.
Der Bericht zitierte zwei anonyme Regierungsbeamte, die sagten, Biden habe mit Verteidigungsminister Lloyd Austin, CIA-Direktor William Burns und dem Direktor der Nationalen Nachrichtendienste Avril Haines gesprochen. Eine Quelle sagte, Biden habe ihnen gesagt, dass die Berichte "von unserem Ziel ablenken", während die andere Quelle sagte, er habe ihnen vermittelt, dass die undichten Stellen aufhören müssen.
In dieser Woche behaupteten US-Beamte gegenüber den Medien, dass der US-Geheimdienst der Ukraine geholfen habe, russische Generäle zu töten, und der Ukraine bei der Versenkung des russischen Kriegsschiffs Moskwa, dem Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte, geholfen habe. Auch wenn diese Behauptungen nicht bestätigt sind und möglicherweise nicht der Wahrheit entsprechen, ist die Tatsache, dass US-Beamte solche Aussagen gegenüber den Medien machen, eine große Provokation gegenüber Moskau.
Sowohl das Pentagon als auch das Weiße Haus dementierten die Berichte nicht rundheraus, spielten sie aber herunter, indem sie sagten, dass die USA keine Informationen über bestimmte Ziele mit der Ukraine austauschen würden.
Auf die Frage nach der Moskwa sagte Pentagon-Sprecher John Kirby, dass die USA "relevante und zeitnahe" Informationen zur Verfügung stellen und dass "sie, wenn sie sich entscheiden, etwas mit diesen Informationen zu tun, dann die Entscheidungen treffen, wie sie darauf reagieren". Russland seinerseits bestreitet, dass die Moskwa von der Ukraine versenkt wurde, und beharrt darauf, dass ein durch eine Munitionsexplosion verursachtes Feuer das Schiff sinken ließ.
Auf jeden Fall spielen die Amerikaner und deren europäischen Verbündeten ein gefährliches Spiel, zumal sie mit ihrer massiven militärischen Unterstützung für Ukraine faktisch als Kriegspartei gegen Russland agieren. Die Waffenlieferungen werden zudem immer wieder zum Ziel russischer Angriffe und dabei zerstört, noch bevor sie von den Ukrainern eingesetzt werden können.


