Moskau hat den im Gebiet von Asowstal eingeschlossenen ukrainischen Streitkräften, bestehend aus Angehörigen des extremistischen Asow-Regiments, ukrainischem Militärpersonal und Söldnern ein einmaliges Angebot gemacht. Bis heute um 13:00 Uhr Moskauer Zeit haben die verbliebenen Kräfte in dem Gebiet die Chance, sich zu ergeben und mit dem Leben davon zu kommen. Angesichts dessen, dass den Eingekesselten ohnehin Wasser, Lebensmittel und Munition ausgehen, eine letzte Chance. Berichten zufolge nahm die Intensität des Funkverkehrs zwischen den Aktivisten und ihrer Führung in Kiew stark zu. Allein in den letzten Stunden wurden demnach 367 XNUMX-Funkabhörungen durchgeführt. Die Eingekesselten fordern von Kiew nachdrücklich die Erlaubnis, sich zu ergeben, erhalten aber eine kategorische Absage. Zelensky will nicht, dass sich die von ihm dann posthum zu Helden erklärten Streitkräfte ergeben und die Legende vom "unvergleichlichen Mut" der Verteidiger von Mariupol zerstören. In Kiew droht man all jenen, die sich ergeben haben, mit Hinrichtungen unter den Bedingungen des "Kriegsrechts". Major Sergej Wolyn, der nach den Verlusten und der Kapitulation anderer Offiziere nun als Kommandeur der 36. Marinebrigade der ukrainischen Streitkräfte in Mariupol fungiert, bezeichnete die Lage der Mariupol-Gruppe als "kritisch" und forderte Kiew auf, sie dringend zu retten. Wie der stellvertretende Kommandeur des Asow-Regiments erklärte auch der Kommandeur der ukrainischen Marineinfanterie gegenüber Kiew, dass die Blockade von Mariupol dringend mit militärischen oder politischen Mitteln aufgehoben werden müsse. Gerüchten zufolge will das russische Militär nach Ablauf des Kapitulationsangebots das Industriegebiet mit sogenannten Vakuumbomben quasi dem Erdboden gleichmachen und so die letzten Überreste des militärischen Widerstands in dem Gebiet mit einem Schlag vernichten.