Argentinien will BRICS-Mitglied werden
Das südamerikanische Land Argentinien will Mitglied der BRICS-Staatengruppe werden. Präsident Fernández hat dies auf dem Gipfeltreffen bekundet.
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Contra24 RedaktionRedaktion

Der argentinische Präsident Alberto Fernández hat auf dem 14. Gipfeltreffen der internationalen Organisation, an dem der argentinische Staatschef neben anderen hochrangigen Gästen teilnahm, die Mitgliedschaft seines Landes in den BRICS gefordert. "Wir streben danach, ein vollwertiges Mitglied dieser Gruppe von Nationen zu werden, die bereits 42 Prozent der Weltbevölkerung und 24 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts repräsentieren", sagte der Präsident.
Fernández wies darauf hin, dass sein Land die Union der fünf Länder als zuverlässiger Nahrungsmittellieferant sowie als anerkannter Akteur in den Bereichen Biotechnologie und Logistik ergänzen könne. Darüber hinaus betonte er die Fähigkeit Argentiniens, Fachkräfte in verschiedenen Bereichen auszubilden und verschiedene Dienstleistungen auf internationaler Ebene anzubieten.
Der Präsident äußerte den Wunsch, dass sein Land während des 14. Gipfels der BRICS-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika), der in diesem Jahr in Form einer Videokonferenz stattfindet, der Gruppe beitreten möge. Er begann offiziell am 22. Juni und dauert noch bis zum 24. Juni.
Die Mitglieder treffen sich, um akute politische und wirtschaftliche Trends zu erörtern und ihre eigene Politik und Wirtschaftspolitik in Maßen zu koordinieren. Sie erörterten auch, wie sie gemeinsam die Strömungen des Welthandels steuern und ihren beträchtlichen Einfluss geltend machen können, um sie zu verändern.
Chinas Außenminister Wang Yi hatte erst im Mai erklärt, mehr Länder in einer "BRICS Plus" willkommen heißen zu wollen. Wang äußerte sich diesbezüglich anlässlich eines Videodialogs zwischen den Außenministern der BRICS-Staaten und diverser Schwellen- und Entwicklungsländer, darunter Kasachstan, Usbekistan, Argentinien, Ägypten, Thailand, Indonesien, Nigeria, Senegal und Saudi-Arabien.
Eine solche "BRICS Plus" wäre ein Gegengewicht des sogenannten "globalen Südens" zum US-dominierten Westen und könnte so auch dazu beitragen, die Interkonnektivität dieser Länder zu verbessern.


