Auch wenn die Antikörper nur eine Teilrolle bei der Bekämpfung der Coronaviren durch das menschliche Immunsystem spielen (die T-Zellen scheinen viel wichtiger zu sein), so bringen neue Daten aus Südafrika erfreuliche Nachrichten. Demnach haben Menschen mit einer Omicron-Infektion danach einen um den Faktor 14 erhöhten Spiegel an Antikörpern gegen diese spezifische Variante. Gegenüber der Delta-Variante ist der Antikörperspiegel demnach um den Faktor 4,4 erhöht, wie die Daily Mail berichtet. Dieses Ergebnis hat die Wissenschaftler demnach überrascht. Denn bisherige Daten haben gezeigt, dass Antikörper die durch eine Delta-Infektion erworben wurden kaum gegen die Omicron-Variante wirken. In dem Fall scheint es umgekehrt anders zu sein. Professor Alex Sigal, ein Virologe an der Universität von KwaZulu-Natal in Südafrika, der die Forschung leitete, sagte laut der britischen Zeitung, dass Omicron die endemische Phase der Pandemie einleiten könnte. Er sagte: "Der Anstieg der neutralisierenden Immunität gegen Omicron war zu erwarten, da es sich um das Virus handelt, mit dem diese Personen infiziert waren. "Wir konnten jedoch auch feststellen, dass dieselben Personen - insbesondere diejenigen, die geimpft waren - eine verstärkte Immunität gegen die Delta-Variante entwickelten. Professor Sigal fügte hinzu: "Wenn Omicron, wie es nach den südafrikanischen Erfahrungen derzeit aussieht, weniger pathogen ist, dann wird dies dazu beitragen, Delta zu verdrängen." Er begründete dies damit, dass "die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand, der mit Omicron infiziert ist, erneut mit Delta infiziert, geringer wird". Man könnte also sagen, mit Omicron wird Covid-19 wahrscheinlich in eine endemische Phase übergehen. Oder vereinfacht ausgedrückt: Die Krankheit wird wohl zu einem etwas stärkeren Schnupfen.