Die in Washington ansässige Institution erklärte am Dienstag, die ukrainische Wirtschaft werde in diesem Jahr um 35 % schrumpfen, während das russische Bruttoinlandsprodukt um 4,5 % zurückgehen werde.
Moskau hatte die "spezielle Militäroperation" im Februar gestartet, um die prorussische Bevölkerung in den ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk gegen die Verfolgung durch Kiew zu verteidigen.
Die Republiken hatten sich 2014 von der Ukraine losgesagt und sich geweigert, die vom Westen unterstützte ukrainische Regierung anzuerkennen, die eine demokratisch gewählte russlandfreundliche Regierung gestürzt hatte.
Der Konflikt hat der Weltbank zufolge die Produktionskapazität der Ukraine geschädigt.
Die westlichen Verbündeten der Ukraine haben Kiew unterdessen mit Waffen vollgepumpt, obwohl Russland davor gewarnt hat, dass der anhaltende Waffenfluss den Konflikt nur verlängert.
Nach Angaben der Bank hat der Konflikt der Ukraine Verluste in Höhe von mindestens 349 Milliarden Dollar beschert. Das Land war schon vor dem Ausbruch des Konflikts das ärmste in Europa.
"Die Ukraine braucht weiterhin enorme finanzielle Unterstützung", sagte Anna Bjerde, Vizepräsidentin der Weltbank für die Regionen Europa und Zentralasien.
Der Westen hat wegen der Militäroperation auch die Sanktionen gegen Russland verschärft.
Frühere Schätzungen hatten darauf hingedeutet, dass Moskau in diesem Jahr vor einer größeren wirtschaftlichen Herausforderung steht. Die Weltbank erklärte jedoch, die Auswirkungen der Sanktionen seien bisher weniger schwerwiegend gewesen als erwartet, da die steigenden Energiepreise der russischen Wirtschaft Auftrieb gegeben hätten.
"Die nach dem Krieg in der Ukraine gegen Russland verhängten Sanktionen haben erhebliche negative Auswirkungen auf die Wirtschaft, auch wenn sie kurzfristig weniger schwerwiegend sind als zunächst erwartet", so die Weltbank.



