Manfred Weber, Vorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europäischen Parlament, hat im Vorfeld des G7-Gipfels die westlichen Staaten zu einer langfristigen Unterstützung der Ukraine aufgerufen.
Der Gipfel "sollte eine starke Botschaft aussenden, dass die freie demokratische Welt in schwierigen Zeiten vereint ist", sagte Weber in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Funke Mediengruppe.
"Es sollte kein Zweifel daran bestehen, dass die westlichen Demokratien das Durchhaltevermögen haben, der Ukraine langfristig zu helfen", betonte der Politiker. Die Zusammenarbeit zwischen den G7-Staaten und der EU sei gerade jetzt, wo wirtschaftlich schwierige Zeiten anstehen, umso wichtiger.
Manfred Weber, ist ebenfalls der Meinung, dass der Westen seinen Aktionsradius erweitern und neue Partner in Asien, Afrika und Südamerika gewinnen sollte.
Es sei eine richtige Entscheidung gewesen, Vertreter aus vielen anderen demokratischen Staaten zu dem Gipfel einzuladen. Die westliche Welt sollte "neue Partner in Asien, Afrika oder Südamerika gewinnen, wie Indien, Indonesien, Argentinien, Senegal oder Südafrika", so der Politiker. "China sollte nicht der Nutznießer neuer Konflikte und der Naivität des Westens sein", resümierte er.
Der G7-Gipfel wird am Sonntag in Deutschland eröffnet. Im Mittelpunkt der dreitägigen Gespräche werden voraussichtlich die Lage in der Ukraine und die Folgen der antirussischen Sanktionen stehen. Zuvor hatte Christiane Hoffmann, Erste Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, mitgeteilt, dass der ukrainische Präsident Wladimir Zelenskij am 27. Juni per Videoschaltung am Gipfel teilnehmen wird.



