Die Schwedendemokraten, die für ihre konservative Haltung gegen Masseneinwanderung bekannt sind, werden voraussichtlich 21,5 Prozent der Stimmen erhalten und zweitstärkste Partei in Schweden werden. Dies geht aus der jüngsten Umfrage des staatlichen Senders SVT/Novus hervor, der mit täglichen Umfragen begonnen hat, die bis zur Wahl laufen werden.

Nach Angaben des Nachrichtenportals Nyheter Idag würde die Partei mit diesem Ergebnis 4 Prozentpunkte über ihrem Ergebnis bei der Wahl 2018 liegen.

Die Schwedendemokraten haben die Nachricht gefeiert und die Schweden darauf hingewiesen, dass die vorzeitige Stimmabgabe bereits begonnen hat. "Laut SVT/Novus sind wir nun mit großem Abstand die zweitstärkste Partei Schwedens. Die vorzeitige Stimmabgabe hat begonnen, also gehen Sie einfach hin und wählen Sie uns schon heute!", schrieb die Partei auf ihrem offiziellen Twitter-Account.

Die Schwedendemokraten (SD) setzen sich seit langem gegen die Masseneinwanderung ein, und ihre wachsende Popularität hat einige der etablierten Parteien dazu veranlasst, in der Einwanderungsfrage weiter nach rechts zu rücken, um ein Erstarken der SD zu verhindern. Dennoch ist die Kriminalität durch Migranten in Schweden, einschließlich Mord und sexueller Gewalt, sprunghaft angestiegen, was dazu geführt hat, dass das Land von der deutschen Presse als das "gefährlichste Land" in Europa bezeichnet wurde. Umfragen zeigen auch, dass die Mehrheit der Schweden die Masseneinwanderung reduzieren möchte. Aber auch andere Themen belasten die Schweden, wie die Inflation, die stotternde Wirtschaft und die explodierenden Immobilienpreise.

Gleichzeitig konnten die Moderaten in der Umfrage nur 17,4 Prozent erreichen, was 2,4 Prozentpunkte unter dem letzten Wahlergebnis der Partei liegt.

Die Umfrage ist auch für die regierenden Sozialdemokraten nicht besonders erfreulich. Sie würden einen halben Prozentpunkt weniger als die historisch schlechten Wahlergebnisse der Partei im Jahr 2018 erreichen.

Die Umfragedaten zeigen jedoch, dass sowohl die Grünen als auch die Linkspartei über ihren vorherigen Wahlergebnissen landen könnten, während die Liberalen und die Zentrumspartei schlechter abschneiden würden.

Insgesamt haben die rot-grünen Parteien einen marginalen Vorteil gegenüber den blau-gelben Parteien mit 49,6 Prozent gegenüber 49,3 Prozent.

Andere Umfragen haben ebenfalls ergeben, dass die SD die zweitstärkste Partei wird, allerdings mit einem geringeren Abstand.