Nach einer Amtszeit geprägt von Fehlprognosen, gescheiterten Reformen und chaotischem Krisenmanagement erhält Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach eine neue Machtposition. Die SPD plant, ihren umstrittenen Parteifreund zum Vorsitzenden des Ausschusses für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung zu nominieren – ein klassisches Beispiel für das Berliner Versorgungsprinzip. Wie "viel" er von Wissenschaft versteht, hat er mit seiner permanenten Panikmache bereits bewiesen. Alle Ungeimpften (einschließlich des Autors) müssten schon längst mehrere Tode gestorben sein.
Der Mann, der während der Pandemie mit alarmistischen Warnungen vor "Killervarianten" für Schlagzeilen sorgte und dessen versprochene Krankenhausreform im Sande verlief, soll nun über Deutschlands Forschungsstrategie wachen. Die Ironie dieser Personalentscheidung liegt auf der Hand: Ausgerechnet jener Politiker, dessen Digitalisierungsprojekte im Gesundheitswesen weitgehend scheiterten, erhält die Aufsicht über zukunftsweisende Technologien.
Während andere gescheiterte Minister in der Versenkung verschwinden, demonstriert Lauterbachs Beförderung das typische Berliner Karrieremuster: Wer im Rampenlicht versagt, wird nicht zur Verantwortung gezogen, sondern mit einem einflussreichen Posten im Hintergrund versorgt. Die Botschaft ist klar: In der Hauptstadt gibt es keine echten Konsequenzen für politisches Versagen – nur neue Stühle, auf die man fallen kann.


