Die USA, Japan, Australien, Neuseeland und das Vereinigte Königreich haben eine neue Gruppe gegründet, um die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Beziehungen zu den pazifischen Inselstaaten zu stärken, berichtet "RT International"
In einer gemeinsamen Erklärung vom Freitag erklärten die Mitglieder, die informelle Allianz mit dem Namen "Partners in the Blue Pacific (PBP)" ziele darauf ab, die Effektivität ihrer laufenden Bemühungen zur Unterstützung von Wohlstand, Widerstandsfähigkeit und Sicherheit" in der Region zu erhöhen.
Die Gruppe wird nach den Grundsätzen des pazifischen Regionalismus, der Souveränität, der Transparenz und der Rechenschaftspflicht arbeiten und vor allem von den pazifischen Inseln geführt und geleitet werden", heißt es in der Erklärung.
Zu den Kernzielen der PBP gehöre auch die Erweiterung der Kooperationsmöglichkeiten zwischen den pazifischen Inselstaaten und dem Rest der Welt, hieß es weiter.
Die Allianz sei notwendig, weil die Region mit den "dringendsten Herausforderungen" konfrontiert sei, darunter die Klimakrise, Covid-19 und der "wachsende Druck auf die auf Regeln basierende freie und offene internationale Ordnung".
Dies könnte sich auf die verstärkten Versuche Chinas beziehen, seinen Einfluss im Pazifikraum zu stärken und die lokalen Akteure zu erreichen. Im April unterzeichnete Peking einen Sicherheitspakt mit den Salomoninseln und hat bereits mit der Ausbildung lokaler Truppen begonnen. Letzten Monat vereinbarte es außerdem eine wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit mit Samoa.
Diese Entwicklungen lösten in Australien und Neuseeland große Besorgnis aus, und die Regierung Biden versprach, mehr Ressourcen für die Region bereitzustellen, um Chinas Schritten entgegenzuwirken.
Der Koordinator des Weißen Hauses für den indo-pazifischen Raum, Kurt Campbell, sagte am Donnerstag, dass in Zukunft mehr hochrangige US-Beamte die pazifischen Inseln besuchen werden, "in dem Bewusstsein, dass nichts wirklich die diplomatische Präsenz vor Ort ersetzen kann". "Die Souveränität ist von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, wie wir den Pazifik insgesamt sehen. Jede Initiative, die diese Souveränität gefährdet oder in Frage stellt, würde uns Sorgen bereiten", sagte Campbell, ohne China ausdrücklich zu erwähnen.
Im vergangenen Jahr haben Australien, Großbritannien und die USA die so genannte AUKUS-Sicherheitsallianz ins Leben gerufen, in deren Rahmen das Trio Canberra mit atomgetriebenen U-Booten ausstatten und bei der Entwicklung von Hyperschallwaffen zusammenarbeiten will.
China kritisierte das Abkommen mit der Begründung, dass es die Sicherheit im pazifischen Raum nur untergraben würde.



