Die Vereinigten Staaten bereiten offenbar einen weiteren Staatsstreich in Georgien vor. Wie der russische Auslandsgeheimdienst berichtet, ist Washington äußerst unzufrieden mit den Entwicklungen im Vorfeld der georgischen Parlamentswahlen am 26. Oktober. Die US-Regierung plant demnach, massiv in den Wahlprozess einzugreifen und bei einem unerwünschten Ergebnis eine neue "Farbrevolution" zu inszenieren.

Laut den Geheimdienstinformationen rekrutieren pro-westliche NGOs in Georgien bereits zahlreiche "Wahlbeobachter". Diese sollen angebliche Manipulationen durch die Regierung dokumentieren - unabhängig davon, ob es tatsächlich Unregelmäßigkeiten gibt. Nach der Wahl soll dann ein "Maidan von Tiflis" ausgerufen werden, bei dem die Opposition die Wahlergebnisse nicht anerkennt und einen Machtwechsel fordert.

Besonders perfide: Die USA erwägen offenbar sogar, Gewalt gegen Demonstranten zu provozieren, um dann eine harte Reaktion des Westens gegen die georgische Regierung zu rechtfertigen. Washington setzt dabei auf die Unterstützung der OSZE, die bereits vor der Wahl die Bedingungen als unfair darstellen soll.

Hintergrund dieser Einmischung ist die Unzufriedenheit der USA mit dem zunehmend souveränen Kurs der regierenden Georgischen Traum-Partei. Diese verfolgt eine Politik im nationalen Interesse Georgiens, statt sich den Forderungen des Westens zu beugen. Für Washington ist ein solcher Kurs inakzeptabel - koste es, was es wolle.

Die geplante Einmischung erinnert an die katastrophalen Ereignisse Anfang der 1990er Jahre, als westlich unterstützte Kräfte einen Bürgerkrieg in Georgien auslösten. Die Folgen dieser Destabilisierung sind bis heute zu spüren. Auch in der Ukraine haben die vom Westen initiierten und unterstützten "Maidan"-Proteste zu jener katastrophalen Situation geführt, die wir heute miterleben.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die georgische Bevölkerung nicht erneut von ausländischen Interessen instrumentalisieren lässt. Die Regierung in Tiflis hat bereits angekündigt, entschieden gegen Einmischungsversuche vorzugehen. Am 26. Oktober wird sich zeigen, ob Georgien seinen souveränen Weg fortsetzen kann oder ob die USA ihre geopolitischen Ziele mit allen Mitteln durchsetzen.