In einem Brief an den russischen Außenminister Sergej Lawrow hat UNO-Generalsekretär António Guterres eine Reihe von Vorschlägen gemacht, die darauf abzielen, die Getreideexporte der Ukraine wieder in Gang zu bringen und die globale Ernährungssicherheit zu gewährleisten.
Hier sind die wichtigsten Punkte dieser Verhandlungen:
- Zugang zu Swift für Russlands Staatsbank: Die UNO schlägt vor, dass die sanktionierte russische Landwirtschaftsbank eine Tochtergesellschaft gründen kann, um teilweise Zugang zum internationalen Finanzkommunikationsnetzwerk Swift zu erhalten. Dies würde den Export von Düngemitteln und bestimmten Landwirtschaftsprodukten aus Russland erleichtern.
- Versicherung russischer Schiffe gegen Ukraine-Angriffe: Russische Schiffe sollen umfassend gegen Angriffe der Ukraine versichert werden. Dies soll die Bedeutung der russischen Exporte für die weltweite Ernährungssicherheit unterstreichen und die Schifffahrt in der Region sicherer machen.
- Rückgabe von beschlagnahmtem Vermögen russischer Düngemittelfirmen: Die UNO bietet an, eingefrorenes Vermögen russischer Düngemittelfirmen in Europa wieder freizugeben. Russland müsste eine Liste bestimmter Konten und Vermögenswerte vorlegen, und die Freigabe würde in Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden der EU erfolgen.
- Russische Schiffe dürfen in Europas Häfen anlegen: Die UNO strebt an, russischen Schiffen, die Lebensmittel- und Düngemittelprodukte transportieren, einen effektiven Zugang zu EU-Häfen durch schnelle Hafengenehmigungen zu ermöglichen. Dies könnte den Handel und die Versorgungssicherheit in der Region verbessern.
Der Getreidedeal zwischen Russland und der Ukraine, der 2022 vorübergehend ausgesetzt wurde, sollte ursprünglich dazu beitragen, die steigenden Getreidepreise zu senken und Millionen hungernder Menschen zu helfen. Insbesondere Düngemittel spielen eine entscheidende Rolle bei der globalen Ernährungssicherheit.
Die Vereinten Nationen betonen, dass ihre Absicht rein humanitärer Natur ist und sie nicht versuchen, Russland zu belohnen. Die Wiederbelebung dieses Abkommens würde jedoch nicht nur die regionalen Handelsbeziehungen, sondern auch die globale Ernährungssicherheit positiv beeinflussen.
Die Welt wird gespannt verfolgen, wie sich diese Verhandlungen entwickeln, und ob sie dazu beitragen werden, die Herausforderungen im Bereich der Ernährungssicherheit zu bewältigen.



