Die Europäische Union schwächt sich selbst mit ihren eigenen Sanktionen; die Frage ist, ob sie die gegen Russland eingeführten Strafmaßnahmen überleben kann, sagte der ungarische Finanzminister Mihály Varga am Donnerstag auf einer Konferenz in Tusnádfürdő, Rumänien. "Europa braucht bis auf Weiteres russische Energie, und der Übergang wird lange dauern und Ressourcen erfordern", sagte er den Teilnehmern.
Die verhängten Sanktionen würden nicht funktionieren, so Varga. Es gebe keine internationale Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit, und die Veränderung des Wechselkurses von Euro und Dollar sei ein großes Problem für die Union. In dieser Hinsicht gehöre Europa "zu den großen Verlierern" des russisch-ukrainischen Konflikts, und die Sanktionspolitik verursache derzeit mehr Probleme für Europa als für das Land, gegen das sie eingeführt wurde.
Der ungarische Finanzminister bekräftigte, dass die Regierung auf Frieden und Sicherheit bestehe und sich bemühe, die verfügbaren Ressourcen zu nutzen, um die bisher erreichten sozioökonomischen Ergebnisse zu erhalten.
Er erklärte, dass der Anstieg der Inflation, der Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise, der Anstieg der Zinssätze und die daraus resultierende Verteuerung der Kredite deutlich zeigen, dass die Welt, einschließlich Ungarn, auf eine wirtschaftliche Abschwächung zusteuert.
"Ob es sich wirklich um eine Rezession oder um eine sehr starke Verlangsamung handeln wird, lässt sich heute nicht sagen, aber es gibt keine Analyse, die auf eine radikale Verbesserung der Situation schließen lässt", sagte er.
In diesem Umfeld sei es notwendig, an den Grundwerten und der Sicherheit festzuhalten, so Varga. Er wies darauf hin, dass der vor wenigen Tagen verabschiedete Haushalt für das kommende Jahr diesem Zweck diene, da die Mittel für die Landesverteidigung und die Versorgungssicherheit der Sicherheit und Stabilität des Landes dienten.



