Die Vereinten Nationen haben ein Ende der weltweiten Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen gefordert und stattdessen einen verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien gefordert, berichtet "RT International".

Die derzeitigen nationalen Klimazusagen seien ein "kollektiver Selbstmord" und die Beendigung der globalen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen habe oberste Priorität, sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Donnerstag. Er rief außerdem zu einer "Revolution der erneuerbaren Energien" auf, heißt es in einer Presseerklärung auf der UN-Website.

"Das bedeutet keine neuen Kohlekraftwerke und keine Ausweitung der Öl- und Gasexploration", erklärte der UN-Chef.

Die Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Welt mit einer sich verschärfenden Energiekrise zu kämpfen hat, die zum Teil durch die westlichen Sanktionen gegen Russland, einen wichtigen Energielieferanten, verursacht wird.

Anfang dieser Woche erklärte Polen, dass die Bekämpfung des Klimawandels hinter dem unmittelbaren Ziel des Kampfes gegen Moskau zurückstehen sollte, und schlug vor, dass die EU ihre Vorschriften für Treibhausgasemissionen deutlich lockern sollte.

Letzten Monat kündigten Deutschland, Österreich und die Niederlande an, dass sie angesichts der verringerten Öl- und Gaslieferungen aus Russland auf Kohlestrom zurückgreifen würden, um den kommenden Winter zu überstehen.

Die führenden Volkswirtschaften bemühen sich auch, mehr Öl zu bekommen, nachdem internationale Sanktionen gegen russisches Rohöl verhängt worden sind. Die OPEC+-Gruppe der erdölexportierenden Länder beschloss im Juli und August eine Ausweitung der Rohölproduktion, um das knappe Angebot zu entlasten. Berichten zufolge erwägen auch die USA und die EU die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela, damit deren Rohöl auf die Märkte fließen kann.