Von Handfeuerwaffen bis hin zu den infrarotgesteuerten US-Panzerabwehrwaffen "Javelin" - Unmengen an Kriegsgerät aus dem Westen flutet derzeit die Ukraine. Waffen, die eigentlich für den Kampf gegen die russischen Truppen gedacht sind, jedoch teilweise ebenso in dunklen Kanälen versickern. Man erinnere sich an den Jugoslawienkrieg, der damals ebenfalls zu einer weiten Verbreitung von illegalen Handfeuerwaffen in der kriminellen Szene Europas führte.
Nun können wir erwarten, dass über die grenzüberschreitenden kriminellen Netzwerke auch solche Kriegswaffen in die Hände von kriminellen Banden im westlichen Europa gelangen. Denn eine Kontrolle darüber, was mit all diesen Waffen geschieht, gibt es nicht. Vor allem können diese Waffen auch in die Hände von Islamisten gelangen - und dann bei Terrorangriffen in den europäischen Hauptstädten eingesetzt werden. Stellen Sie sich vor, islamistische Terroristen attackieren eine Großveranstaltung mit tausenden Menschen mit 2-3 solcher Javelin-Raketen aus bis zu zwei Kilometer Entfernung. Da nützen auch diverse Absperrungen rund um das Gelände nicht viel.
Alles in allem kann man sagen: die allgemeine Sicherheitslage in Europa wird mit diesen ganzen Waffenlieferungen nicht besser. Wir sprechen hier von hunderttausenden Handfeuerwaffen (darunter auch Sturmgewehre) und dutzenden Raketenwerfern, die für schnelles Geld verscherbelt werden könnten. Demoralisierte ukrainische Truppen, die sich ein paar hunderttausend Euro mit den Waffen verdienen und dann in Sicherheit absetzen - wer kann es ihnen verübeln? Immerhin ist so etwas eine einmalige Gelegenheit. Zu Lasten der Sicherheit in Europa.
Anstatt die Sicherheit in Europa zu erhöhen haben es die Politiker in den USA und in der EU geschafft, die Sicherheitslage dramatisch zu verschlechtern. Kriminelle Banden und Terroristen sind eine weitaus größere Gefahr für die Europäer als Russland, welches keine Intention hat über die Ukraine hinaus vorzurücken.



