Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 312 zu 226 Wahlmännerstimmen. Alle sieben Swing States fest in republikanischer Hand. Selbst in den traditionell "blauen" Hochburgen New Hampshire und Virginia mussten die Demokraten zittern wie ein Pudding im Erdbeben.
Was für eine köstliche Ironie! Da nominieren die Demokraten mit Kamala Harris eine Kandidatin, die etwa so charismatisch ist wie ein feuchter Handschuh, und wundern sich, dass die Wähler lieber den vermeintlichen "Chaos-Präsidenten" wählen. Aber wer hätte auch ahnen können, dass die amerikanischen Wähler mehr Interesse an funktionierender Politik haben als an moralischen Belehrungen aus Hollywood und Martha's Vineyard?
Besonders pikant: Barack Obama, der ewige Oberlehrer der Nation, der mit seinem herablassenden Tonfall vermutlich mehr Wähler zu Trump getrieben hat als jede republikanische Wahlwerbung. Seine "Enttäuschung" über Amerika wird er wohl in seinen nächsten Netflix-Dokumentationen verarbeiten müssen.
Die Konsequenzen dieser Wahl sind weitreichender als ein misslungenes Thanksgiving-Dinner bei den Bidens. Trump wird mindestens zwei neue Richter am Supreme Court ernennen können. Clarence Thomas und Samuel Alito, die clever auf diesen Moment gewartet haben, können ihre Roben an jüngere konservative Juristen übergeben. Das bedeutet eine konservative Mehrheit von 7 zu 2 - ein Albtraum für progressive Aktivisten, der länger anhält als jede Twitter-Sperre.
Im Kongress sieht es für die Demokraten nicht besser aus. Mit einer soliden republikanischen Mehrheit in beiden Häusern wird Trump diesmal freie Hand haben, seine Agenda durchzusetzen. Die "Deep State"-Bürokraten im Justizministerium können schon mal ihre Kartons packen.
Für die demokratische Partei beginnt jetzt eine Zeit der Selbstfindung. Ihre Führungsriege gleicht einem politischen Seniorenheim, und der Nachwuchs besteht hauptsächlich aus Twitter-Revolutionären, deren Wirtschaftspolitik sich auf das Verteilen nicht vorhandenen Geldes beschränkt.
Die große Lehre dieser Wahl? Man kann nicht einfach eine beliebige Kandidatin aufstellen und darauf hoffen, dass die Wahlmaschine schon irgendwie funktionieren wird. 2020 war ein Ausnahmefall, begünstigt durch Pandemie und Briefwahl. 2024 hat gezeigt: Die Amerikaner lassen sich nicht für dumm verkaufen - zumindest nicht zweimal hintereinander.
Während die progressiven Eliten an der Ost- und Westküste in ihre Bio-Kissen weinen, bereitet sich Trump auf seine Amtseinführung vor. Es wird interessant sein zu sehen, wie viele Hollywood-Stars diesmal "nach Kanada auswandern" werden. Vermutlich etwa so viele wie 2016 - nämlich keiner.
Amerika hat gewählt, und zwar anders, als es sich die selbsternannten Moralapostel gewünscht haben. Manchmal ist Demokratie eben auch die Kunst, Ergebnisse zu akzeptieren, die einem nicht gefallen. Eine Lektion, die die Demokratische Partei offenbar erst noch lernen muss.


