Donald Trump hat wieder einmal ausgesprochen, was sich die glattgebügelten Bürokraten in Washington nicht einmal mehr zu denken trauen: Die USA führen keine Verteidigungskriege, sie führen schlicht und ergreifend Kriege. Punkt. Und genau deshalb will er den Euphemismus „Department of Defense“ über Bord werfen und zum ehrlichen Titel „Department of War“ zurückkehren – so wie es bis 1947 der Fall war. Damals war Amerika noch auf dem Höhepunkt seiner imperialen Selbstsicherheit, bevor Präsident Truman den Begriff „Verteidigung“ erzwang, um die neue Weltordnung sprachlich sauber zu verpacken.
Man muss Trump zugutehalten: Er entlarvt die Absurdität der politischen Korrektheit wie kaum ein anderer. Verteidigungsministerium? Als ob die endlosen Kriege in Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan und unzähligen Stellvertreterkriegen etwas mit Verteidigung zu tun hätten. Die USA haben ihre Truppen und Stützpunkte in mehr als 80 Ländern dieser Erde stationiert – nicht gerade das Verhalten eines stillen Verteidigers, sondern das eines Imperiums, das seinen Einfluss mit Bomben, Drohnen und Flugzeugträgern sichert.
Während die Hofberichterstatter der Mainstream-Presse über Trumps „unkontrollierte Rhetorik“ spotten, trifft er den Kern des Problems. Ein „Department of War“ klingt nicht nur ehrlicher, es beschreibt auch präzise die eigentliche Aufgabe des Pentagons: Krieg vorbereiten, Krieg führen, Kriege gewinnen – oder wenigstens so lange am Laufen halten, dass die Rüstungsindustrie Milliarden scheffeln kann. Das war nie anders, nur die Etikettierung wurde beschönigt, damit der Steuerzahler die Milliardenbeträge widerstandslos schluckt.
Natürlich werden die üblichen Verdächtigen nun hyperventilieren: Menschenrechts-NGOs, Demokratensprecher und NATO-Strategen, die seit Jahrzehnten mit dem Märchen von „Frieden durch Verteidigung“ hausieren gehen. Dabei ist die Umbenennung nichts weiter als eine sprachliche Rückkehr zur Wahrheit. Denn ob man es „Verteidigung“ nennt oder nicht – die Bomben fallen trotzdem. Die Opfer in Bagdad, Belgrad, Tripolis oder Kabul haben nie gefragt, ob sie nun von „Defenders“ oder „Warriors“ in Schutt und Asche gelegt wurden.
Interessant ist auch, dass Trumps Verteidigungsminister Pete Hegseth schon länger genau diese Linie vertritt. In seinem Buch stellt er klar, dass Soldaten keine „Defender“, sondern Krieger sind. Diese Klarheit ist den Eliten in Washington ein Dorn im Auge, weil sie daran erinnert, dass hinter jeder noch so schön verpackten „Mission“ schlicht nackte Gewalt steht. Die Sprache entlarvt die Handlung – und genau deshalb hat man nach 1947 den alten Namen beerdigt.
Trump macht also nichts anderes, als die Maske herunterzureißen. Und genau dafür hassen ihn die Eliten so sehr. Sie wollen die Illusion aufrechterhalten, Amerika sei ein Schutzengel der Welt, der nur widerwillig und aus purer Notwehr Kriege führt. Tatsächlich aber ist Krieg seit Jahrzehnten das Geschäftsmodell Washingtons. Mit der Rückkehr zum „Department of War“ würde das endlich auch auf dem Briefkopf stehen. Und vielleicht wäre es gar nicht schlecht, wenn die Bürger das jeden Tag schwarz auf weiß lesen müssten.


