Robert Fico zeigte Rückgrat, wo andere EU-Regierungschefs knickten. Der slowakische Premier reiste als einziger Vertreter eines EU-Landes nach Moskau, um den 80. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland zu würdigen. Während er dort den Millionen gefallenen Soldaten seinen Respekt zollte, tobte in Brüssel die Empörungsmaschinerie. Selbst in Bratislava gingen einige Demonstranten auf die Straße, um gegen seinen Moskau-Besuch zu protestieren. Doch Fico ließ sich davon nicht beirren – er folgte seiner Überzeugung statt dem politischen Mainstream.

Bei seinem Treffen mit Präsident Putin am 9. Mai bekräftigte Fico die energiepolitische Unabhängigkeit der Slowakei und stellte sich gegen die vorherrschende EU-Linie. "Wenn die Entscheidung Einstimmigkeit aller 27 EU-Mitgliedstaaten erfordert, werden wir unser Vetorecht gegen das Verbot von Energieimporten einsetzen," erklärte er unmissverständlich. "Wenn stattdessen mit Mehrheit entschieden wird, werden die großen Staaten ihren Willen durchsetzen." Ein Lieferstopp russischer Energie würde laut Fico "technologische Probleme verursachen" – eine nüchterne Einschätzung der wirtschaftlichen Realitäten.

Die westlichen Sanktionen gegen Russland bezeichnete der slowakische Premier als wirkungslos und letztlich schädlich für die EU selbst. Mit seiner Kritik am Aufbau eines "neuen Eisernen Vorhangs" durch den Westen traf er einen wunden Punkt der aktuellen Geopolitik.

Besonders scharf reagierte Fico auf die Einmischungsversuche der EU-Diplomatin Kaja Kallas, die seinen Besuch verhindern wollte: "Frau Kallas, ich möchte Sie informieren, dass ich der legitime Ministerpräsident der Slowakei bin – eines souveränen Landes. Niemand kann mir vorschreiben, wohin ich reisen darf und wohin nicht." Diese klare Ansage ließ er sogar mit englischen Untertiteln filmen – ein deutliches Signal an westliche Kritiker.

Während andere westliche Politiker demonstrativ nach Kiew fuhren, ehrte Fico in Moskau die "tausenden Soldaten der Roten Armee, die bei der Befreiung der Slowakei starben, sowie die Millionen anderer Opfer des Nazi-Terrors." Er betonte dabei, dass er ebenso die alliierten Streitkräfte wie RAF-Piloten und die Gefallenen der Landung in der Normandie ehre – ein ausgewogener Blick auf die Geschichte, der im aktuellen politischen Klima selten geworden ist.

Die Proteste in Bratislava, wo Menschen "Wir haben genug von Fico", "Die Slowakei ist Europa" und "Bleib dort" skandierten, zeigen die tiefe Spaltung im Land. Doch Fico bleibt seiner Linie treu: Nationale Interessen und historische Wahrheiten wiegen für ihn schwerer als der Druck zur EU-Konformität. Mit seinem mutigen Auftritt in Moskau hat er bewiesen, dass die Slowakei unter seiner Führung einen eigenständigen Weg in Europa gehen wird.