Wahrscheinlich sollte dieser Kleinversuch an Mäusen nur sicherstellen, dass der neue "Ba.5-Booster" von Moderna nicht gleich zu einem Massensterben führt, bevor man umfangreichere Tests durchführt.
Doch ungeachtet dessen, dass gerade einmal zehn Mäuse für den Genspritzen-Test herangezogen wurden, gibt es einen Umstand, der durchaus Beachtung finden sollte: alle zehn Mäuse wurden der neuen Ba.5-Variante von SARS-CoV-2 ausgesetzt, nachdem sie neben zwei Dosen des ursprünglichen experimentellen mRNA-Vakzins auch ihren Ba.5-Booster erhielten.
Wie Igor Tschudow auf seinem Substack mit Hinweis auf diese Mini-Studie verdeutlicht, wurden alle diese Mäuse vier Wochen nach Verabreichung des neuen Boosters eben dieser Variante ausgesetzt und haben dann trotzdem Covid-19 bekommen.
Das heißt auch: eine Schutzwirkung gegenüber einer Infektion ist also bei den neuen Genspritzen wie schon bei den früheren mRNA-Shots ebenfalls nicht gegeben.
Interessant sind auch die generellen Daten von Modernas kleinteiligen Studien an Menschen zur originalen Booster-Genspritze und zur "bivalenten" Genspritze, die von der US-amerikanischen CDC veröffentlicht wurden.
Bei beiden gab es (wie schon bei den beiden Erstimpfungen) umfangreiche Nebenwirkungen. Doch auch wenn die Zahl der "Omikron neutralisierenden Antikörper" nach der Verabreichung der mRNA-Spritzen deutlich stieg, so zeigen die Tierversuche auch, dass dies offensichtlich nicht genug ist, um eine Erkrankung nach einer Exponierung gegenüber dem Virus zu verhindern.



