Während des Ausbruchs der Delta-Variante in Südafrika verzeichnete das Land eine Hospitalisierungsrate von rund 19 Prozent aller gemeldeten positiven Tests. Nun mit der Verbreitung der Omicron-Variante sind es laut Gesundheitsminister Joe Phaalhla nur mehr 1,7 Prozent. Das heißt, es gibt eine Reduktion auf ein Elftel bei den Hospitalisierungen. Dies ist eigentlich ein sehr gutes Signal.

So berichtet die britische Daily Mail:

Der Gesundheitsminister des Landes, Joe Phaahla, teilte mit, dass in der zweiten Woche der aktuellen Welle 1,7 Prozent der Covid-Fälle in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Zum Vergleich: In der zweiten Woche der Deltakrise in Südafrika lag die entsprechende Zahl bei 19 Prozent.

In den letzten 24 Stunden wurden im Land 4.000 neue Fälle weniger gemeldet. Nach Angaben des Nationalen Instituts für übertragbare Krankheiten wurden heute insgesamt 20.713 neue Infektionen gemeldet.

Am Freitag wurden weitere 35 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid registriert, so dass sich die Gesamtzahl der Todesfälle auf 90.297 erhöht hat.

Herr Phaahla erklärte auf einer Pressekonferenz, es gebe erste Anzeichen dafür, dass in Gauteng, das als erstes die volle Wucht der Variante zu spüren bekam, "der Höhepunkt erreicht ist".

Etwa drei Wochen nach dem Auftreten der hochinfektiösen Variante sind die täglichen Infektionen in der Provinz tendenziell zurückgegangen.


Gute Nachrichten?


Gesundheitsminister Phaahla deutete an, dass sich Omicron milder entwickelt haben könnte, was die Behauptungen von Ärzten untermauert, die Patienten an vorderster Front behandeln. Wassila Jassat, eine Beamtin des öffentlichen Gesundheitswesens, die ebenfalls an der Konferenz teilnahm, sagte, dass in Südafrika heute weniger Patienten Sauerstoff benötigen als zu der Zeit, als Delta auftrat. Sie fügte hinzu, dass die Patienten für einen kürzeren Zeitraum ins Krankenhaus eingewiesen wurden.

Für die anderen Länder dieser Welt wäre eine Ausbreitung der Omicron-Variante eigentlich ein Hoffnungsschimmer. Gerade in Bezug auf das ominöse Ziel einer "Herdenimmunität". Wenngleich dies (siehe auch die saisonale Grippe) eher ein Wunschdenken ist. Vielmehr könnte diese Variante dazu beitragen, dass der politische Druck zur Massenimpfung nachlässt und die ganzen einschränkenden Maßnahmen ein Ende finden.