In einer Nachricht, die Sie wahrscheinlich sonst nirgendwo sehen werden, haben Regierungsberater in Südafrika vorgeschlagen, die Rückverfolgung und Quarantäne von Personen, die mit Omicron in Kontakt gekommen sind, einzustellen, da dies nicht dazu beiträgt, die Ausbreitung der Variante zu stoppen, die in den meisten Fällen keine Symptome bei denjenigen verursacht, die sich infizieren.
News 24 berichtet, dass der beratende Ministerausschuss an Gesundheitsminister Joe Phaahla schrieb und empfahl, die Quarantäne von Kontaktpersonen einzustellen, da sie im derzeitigen sozialen und wirtschaftlichen Klima nicht mehr durchführbar sei. In dem Bericht heißt es weiter: "Der Ausschuss erklärte, dass die Rückverfolgung von Kontaktpersonen nicht mehr notwendig sei und ebenfalls mit sofortiger Wirkung eingestellt werden sollte."
Der Bericht stellt zudem fest, dass das Memo besagt, dass "mit nur einer kleinen Anzahl von Kontakten, die aus einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Covid-19-Fällen identifiziert wurden, die Quarantäne nicht mehr wirksam war, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen." In dem Vermerk heißt es weiter: "Der Anteil der Personen, die gegen Covid-19 immun sind, ist erheblich gestiegen und liegt bei über 60-80 Prozent."
Das Memo besagt auch, dass die Tests "stark verzerrt" sind, weil die meisten Menschen, die sich mit Omicron infizieren, nicht einmal Symptome zeigen. In dem Memo heißt es weiter: "Es liegt nahe, dass, wenn die große Mehrheit der Fälle nicht diagnostiziert wird, auch die große Mehrheit der Kontaktpersonen nicht diagnostiziert wird. Das bedeutet, dass die Quarantäne und die Rückverfolgung von Kontaktpersonen im südafrikanischen Umfeld von geringem Nutzen für die öffentliche Gesundheit sind".
Die Berater warnten vor den negativen Auswirkungen einer Abriegelung des Landes, wenn die Variante dies nicht rechtfertigt. In dem Memo heißt es wortwörtlich:
"Auf individueller Ebene sind die Folgen einer längeren Quarantäne Einkommensverluste, Verlust des Arbeitsplatzes und Verlust der Schulzeit. Wir schlagen vor, die Quarantäne für Kontaktpersonen von Covid-19-Fällen mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Dies gilt gleichermaßen für geimpfte und nicht geimpfte Kontaktpersonen. Ungeachtet des Expositionsrisikos sind keine Tests auf Covid-19 erforderlich, es sei denn, der Kontakt wird symptomatisch. Wir schlagen außerdem vor, die Ermittlung von Kontaktpersonen einzustellen."
Auch wenn in Großbritannien beispielsweise bereits 12 Personen die positiv auf die Omicron-Variante getestet wurden starben, so relativiert sich diese Zahl, wenn die Berater der britischen Regierung behaupten, dass es bereits täglich hunderttausende Omicron-Infektionen im Vereinigten Königreich gebe. Auch die Zahl von 104 Omicron-Fällen im Krankenhaus relativiert sich dadurch enorm. Insgesamt wurden bis Montag rund 45.000 solcher Fälle im Königreich offiziell gemeldet.



