Der Wahlautomatenhersteller Smartmatic, bekannt für seine Klagen gegen Fox News wegen Verleumdung im Zusammenhang mit der US-Wahl 2020, ist nun selbst in einen Korruptionsskandal auf den Philippinen verwickelt. Laut Gerichtsdokumenten hat das US-Justizministerium Geldwäsche-Anklagen gegen den ehemaligen philippinischen Wahlleiter Andres Bautista erhoben. Vier Führungskräfte von Smartmatic-Tochtergesellschaften werden als nicht angeklagte Mitverschwörer genannt.
Den Vorwürfen zufolge sollen die Smartmatic-Manager versucht haben, Bautista Bestechungsgelder in Höhe von 4 Millionen Dollar zukommen zu lassen. Dafür wurden angeblich Tarnfirmen und gefälschte Verträge genutzt. Bautista vergab 2016 Aufträge im Wert von 199 Millionen Dollar an Smartmatic für Wahlmaschinen und die Abwicklung der Präsidentschaftswahl. Smartmatic bestreitet die Vorwürfe und betont, nie durch illegale Mittel an Aufträge gekommen zu sein. Bautista weist die Anschuldigungen ebenfalls zurück.
Der Fall könnte Auswirkungen auf die laufenden Verleumdungsklagen von Smartmatic haben. Kritiker des Unternehmens hatten bereits zuvor auf dessen Verbindungen zu Venezuela und Beteiligung an ausländischen Wahlen hingewiesen. Die neuen Korruptionsvorwürfe könnten die Position von Fox News und anderen Beklagten in den Verleumdungsprozessen stärken. Sie könnten argumentieren, dass nicht ihre Behauptungen zur US-Wahl 2020, sondern solche Skandale dem Ruf von Smartmatic geschadet haben.
Nun stellt sich nur noch die Frage, wie sich das Ganze auf die US-Wahlen im November auswirken wird. Auch dort werden in vielen Bundesstaaten Wahlautomaten von Smartmatic verwendet.


