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Schweden: Integrationsminister will die Zahl der nicht-nordischen Einwanderer in "sensiblen Vierteln" begrenzen
"Ich denke, es ist schlecht, Gebiete zu haben, in denen die Mehrheit nicht-nordischer Abstammung ist", sagte Schwedens Integrationsminister Anders Ygeman.
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Contra24 RedaktionRedaktion

Der schwedische Integrationsminister Anders Ygeman hat vorgeschlagen, dass Schweden dem Beispiel Dänemarks folgt und versucht, die Konzentration von Menschen mit Migrationshintergrund in den problematischsten Gebieten seiner Städte zu begrenzen.
In einem Interview mit der Zeitung Dagens Nyheter (DN) sagte Ygeman, es sei ein Problem für Schweden, dass es Stadtteile gebe, in denen die meisten Bewohner aus anderen Ländern als den nordischen Ländern Dänemark, Island, Finnland und Norwegen stammten.
"Ich halte es für schlecht, dass es Gebiete gibt, in denen die Mehrheit nicht-nordischer Abstammung ist", sagte er der DN. "Wenn man Schwedisch lernen will, muss man üben. Wenn man in einem Gebiet lebt, in dem man mit der Sprache seines Heimatlandes auskommt, wird es enorm schwieriger, die Sprache zu lernen und zu entwickeln", erklärte der Sozialdemokrat.
"Wenn Sie außerdem einen Job haben, bei dem Sie mit der Sprache Ihres Heimatlandes auskommen können, wo werden Sie dann Schwedisch üben? In diesem Zusammenhang denke ich, dass ein solches Ziel etwas Wichtiges aussagen kann", fügte er hinzu.
Ygeman schlug eine 50-Prozent-Grenze vor, als Journalisten ihn fragten, ob er der Meinung sei, dass Schweden ein ähnliches Ziel wie Dänemark verfolgen sollte, wo die regierenden Sozialdemokraten eine Zielvorgabe beschlossen haben, wonach in keinem Stadtteil mehr als 30 Prozent der Bevölkerung nichtwestlicher Herkunft sein sollen.
Die schwedische Linke übt schon scharfe Kritik daran. "Das ist rassistisch, unverantwortlich und nicht seriös", sagte Tony Haddou, migrationspolitischer Sprecher der V-Partei, zu Anders Ygeman in der SVT-Sendung "Aktuellt". Der Minister wolle mit seinem Rassismus nur von seinem eigenen Versagen ablenken.
Indessen verzeichnet Schweden im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern eine hohe Anzahl an Migrantenkrawallen, was von Kritikern vor allem auf die sehr liberale Migrationspolitik zurückzuführen sei.


