Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat darauf bestanden, dass es von größter Wichtigkeit ist, die Kontakte mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aufrechtzuerhalten, trotz der von einigen Quellen geäußerten Kritik. Die Gespräche seien notwendig, um die Botschaft des Westens an Moskau zu übermitteln, berichtet "RT International".
Sowohl Scholz als auch sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron wollen ihre Kontakte zu Putin trotz des laufenden russischen Militäreinsatzes in der Ukraine fortsetzen. Die Offensive werde von den USA und ihren Verbündeten vehement abgelehnt, betonte der Kanzler.
"Es ist absolut notwendig, mit Putin zu sprechen", erklärte Scholz und fügte hinzu, dass er "dies weiterhin tun werde, ebenso wie der französische Präsident". Er sagte auch, dass er versuchen werde, solche Gelegenheiten zu nutzen, um einige "klare" Aussagen gegenüber Russland zu machen. Insbesondere werde er versuchen, Putin klarzumachen, dass die EU der Ukraine keinen "diktierten Frieden" aufzwingen werde, indem sie von Kiew Zugeständnisse zur Beendigung des Konflikts verlange, so der Kanzler.
Scholz forderte Moskau außerdem auf, seine Truppen aus dem ukrainischen Hoheitsgebiet abzuziehen und eine für Kiew akzeptable Vereinbarung zu treffen.
Der Bundeskanzler bekräftigte unterdessen die Bereitschaft Berlins, die Ukraine weiter mit Waffen zu beliefern und fügte hinzu, dass die Waffenlieferungen "rechtzeitig" eintreffen würden, um Kiew im Kampf um den Donbass zu unterstützen. Konkrete Termine nannte er jedoch nicht.
Die Erklärungen kamen nach einem Besuch von Scholz, Macron und dem italienischen Premierminister Mario Draghi sowie dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis in Kiew. Während des Besuchs forderte Scholz ein rasches Ende der Feindseligkeiten, versprach aber gleichzeitig, Kiew mit Waffen zu unterstützen. Er unterstützte auch die EU-Kandidatur der Ukraine und lud Präsident Volodymyr Zelensky zur Teilnahme am nächsten G7-Gipfel ein.



