In dem Bestreben, Moskau wegen des Ukraine-Konflikts Handelseinnahmen zu entziehen, hat die EU vorgeschlagen, die Einfuhr von in Russland hergestellten Hygieneprodukten - von Seife und Rasierzeug bis hin zu Toilettenpapier und Deodorant - zu verbieten.
Die achte Welle der Sanktionen, gegen Russland die am Mittwoch in Brüssel vorgestellt wurde, sieht auch ein Verbot der Einfuhr verschiedener Stahlerzeugnisse und die Einführung einer Preisobergrenze für russisches Öl vor.
"Wir akzeptieren die Scheinreferenden und jede Art von Annexion in der Ukraine nicht, und wir sind entschlossen, den Kreml für diese weitere Eskalation bezahlen zu lassen", erklärte die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen in Brüssel.
Ihr zufolge soll das vorgeschlagene Sanktionspaket Russland "zusätzliche Einnahmen in Höhe von 7 Milliarden Euro (6,7 Milliarden Dollar) entziehen". Die EU-Bürger sollen auf in Russland hergestellte "Schönheits- oder Make-up-Produkte", Rasiermittel, Deodorants, Zahnseide, Seife und Toilettenpapier verzichten.
Von der Leyens Ankündigung kommt nur wenige Tage, nachdem einer der ersten deutschen Toilettenpapierhersteller, Hakle, unter Berufung auf die explodierenden Energie- und Rohstoffpreise Konkurs angemeldet hat. Hakle und andere deutsche Unternehmen hatten die Bundesregierung gebeten, die Energiepreise zu deckeln, um zahlungsfähig zu bleiben.
Die EU beabsichtigt auch, den Philosophen Aleksandr Dugin zu sanktionieren, dessen Tochter Darya letzten Monat bei einem Autobombenanschlag in Moskau ermordet wurde. Russland hat zwei Verdächtige im Zusammenhang mit dem Terroranschlag identifiziert, die beide ukrainische Staatsangehörige sind.



