Die Spitzenpolitiker der Europäischen Union scheinen nicht nur Russland, sondern auch die Menschen in Europa selbst zu hassen. Haben schon die bisherigen Sanktionen gegen Russland die Energie- und Lebensmittelpreise in schwindelerregende Höhen getrieben, legten sie nun mit einem partiellen Importverbot für russischen Erdöl weiter nach. Demnach bleiben die Ölimporte über die Druschba-Pipleline weiterhin erlaubt, während Lieferungen per Tanker verboten werden.

Die Folge des Ganzen Irrsinns? Mittlerweile sind die Ölpreise auf teilweise über 120 Dollar pro Barrel gestiegen. Weitere Preissteigerungen dürfen nicht ausgeschlossen werden. Das heißt aber auch, dass die Preise an den Tankstellen (unter anderem auch Dank der Euro-Schwäche) weiter anziehen dürften. Experten warnen bereits davor, dass die desaströse Sanktionspolitik der Brüsseler Eurokraten den Kontinent in eine Stagflation stürzen werden. Das heißt: während die Inflation weiter hoch ist, stagniert bzw. kollabiert die Wirtschaft und die Arbeitslosigkeit wird in die Höhe getrieben.

Einige Mitgliedstaaten drängen Berichten zufolge bereits auf ein siebtes EU-Sanktionspaket... obwohl man sich angesichts der Tatsache, dass die russischen Ölexporte seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs Rekordhöhen erreicht haben, fragen muss, ob diese Runde von "Sanktionen" genauso wertlos sein wird wie alle vorherigen. Denn offensichtlich schaden sie den sanktionierenden Ländern mehr als Russland selbst.

Beamte und Diplomaten müssen sich noch auf die technischen Details einigen, und die Sanktionen müssen von allen 27 Staaten formell verabschiedet werden. So hatte Ungarn, das weiterhin russisches Öl über eine Pipeline beziehen wird, im vergangenen Monat ein Embargo blockiert, um sicherzustellen, dass seine Energielieferungen nicht unterbrochen werden. Und nicht nur das:

Wenn man das Kleingedruckte liest, ist die jüngste Runde von "Sanktionen" natürlich noch lächerlicher als die vorherigen: Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, Rohöl sechs Monate nach dem Entschluss zu verbieten, während raffinierte Erdölerzeugnisse in acht Monaten gestoppt werden sollen, was natürlich lächerlich ist, da der Ukraine-Krieg bis dahin ziemlich sicher längst vorbei sein wird. In der Zwischenzeit, und das zeigt, wie weit Europa tatsächlich noch ist, werden die Öllieferungen durch die riesige Druschba-Pipeline nach Mitteleuropa ausgespart, bis eine technische Lösung gefunden ist, die den Energiebedarf Ungarns, der Slowakei und anderer Binnenländer deckt.

Der stupide Aktionismus der Eurokraten sorgt jedoch jetzt schon dafür, dass die Ölpreise weiter ansteigen und Russland (welchem man eigentlich schaden möchte) dadurch noch höhere Einnahmen aus dem Ölverkauf erzielt. Gleichzeitig leidet die europäische Wirtschaft darunter, wie auch die Menschen selbst, die für Heizung, Strom, Erdgas und den Sprit an der Tankstelle immer tiefer in die Tasche greifen müssen.