Die Space Review veröffentlichte einen neuen Bericht, in dem es heißt, es gebe "starke Hinweise darauf, dass ein Weltraumüberwachungskomplex im russischen Nordkaukasus mit einem neuen Lasersystem namens Kalina ausgestattet wird, das auf die optischen Systeme ausländischer Bildsatelliten zielt, die über russischem Gebiet fliegen."
Mit dem Bau des Kalina-Projekts wurde 2011 begonnen. In einem Finanzdokument aus dem Jahr 2014 heißt es, Kalina diene dazu, "ein System zur funktionalen Uanterdrückung elektro-optischer Systeme von Satelliten" mit Hilfe von Hochleistungslaserimpulsen zu schaffen.
In einem anderen Dokument aus dem Jahr 2017 wird Kalina als "Lasersystem für die elektro-optische Kriegsführung" beschrieben und als "spezielles quantenoptisches System" bezeichnet, das vom Staatskonzern Rosatom entwickelt wird.
Kalina kann die optischen Sensoren von Satelliten dauerhaft blenden und unterscheidet sich damit von anderen Laserwaffen, die als "Blender" bekannt sind und optische Systeme vorübergehend blenden können).
Russlands Wunsch, Satelliten mit einem so genannten "Soft Kill"-Ansatz anzugreifen, ist eine ganz andere Strategie als der Abschuss einer Anti-Satelliten-Rakete, wie er im November 2021 leichtsinnigerweise erfolgte, als ein nicht mehr aktiver Satellit aus der Umlaufbahn geschleudert wurde und im Gegenzug 1.500 Stück Weltraumschrott entstand.
In dem Bericht heißt es: "Das Projekt hat zahlreiche Verzögerungen erlitten, aber jüngste Google-Earth-Bilder zeigen, dass der Bau jetzt gut vorangeht."
Die Nachricht von Russlands Laserwaffe der nächsten Generation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der CEO von Space X, Elon Musk, erklärt hat, sein Unternehmen könne mehr Satelliten starten, als westliche Gegner abschießen können. Es scheint, dass das Kalina-Projekt Musks Satellitenkonstellation bald durch kostengünstige Lichtstrahlen statt durch teure Raketen herausfordern könnte, was es für Moskau billiger und einfacher machen würde, mehr Satelliten abzuschießen.



