Via Southfront

Nach Angaben des Ersten Stellvertretenden Informationsministers der DVR, Daniil Bessonow, sind seit Beginn der russischen Sonderoperation in der Ukraine mehr als 50.000 ukrainische Soldaten gefallen. Der stellvertretende Minister wies darauf hin, dass die meisten kampfbereiten Einheiten der Ukraine zerstört oder gefangen genommen wurden.

"Nach meinen Beobachtungen, nach dem, was ins Netz kommt, wenn man das alles zusammenzählt, gibt es mehr als 50.000 Tote - wenn man die gesamte Frontlinie nimmt. Wenn man die Verwundeten zählt, sind es in der Regel eins zu drei, eins zu vier, d.h. grob gesagt, mehr als 150.000 Verwundete", sagte Bezsonov in seinem Interview.

Die Berichte des DVR-Politikers werden durch die Aussagen ukrainischer Soldaten bestätigt. Der britische Sender Sky News hat kürzlich ein Interview mit einem ukrainischen Offizier veröffentlicht, der in der Region Sewerodonezk eingesetzt war.

Der Kommandeur einer Eliteeinheit des ukrainischen Marinekorps, der seinen Namen als Olexander angab, sagte, die meisten seiner am besten ausgebildeten Soldaten seien verwundet oder getötet worden. Die Verluste betrugen etwa 80 Prozent der gut ausgebildeten und kampferprobten Kämpfer, mit denen er seit 2018 Seite an Seite gekämpft hatte. Ihm zufolge haben schwere Verluste starke emotionale und psychologische Auswirkungen sowohl auf andere Einheiten als auch auf die Angehörigen der Soldaten. Olexander gab zu, dass er nicht weiß, wie lange die ukrainischen Streitkräfte solche Verluste verkraften kann.

Die ukrainischen Streitkräfte erleiden bei den Kämpfen mit den russischen Truppen und jenen der LPR und der DVR schwere Verluste an Personal und militärischer Ausrüstung. Russische Militärmedien veröffentlichen immer mehr Interviews mit ukrainischen Kriegsgefangenen, die in den hinteren Einheiten gedient haben, was bestätigt, dass die Militärführung der ukrainischen Streitkräfte unter Personalmangel leidet und unausgebildete Soldaten als Kanonenfutter an der Front einsetzt.