Bei einer Anhörung des Ausschusses für Streitkräfte des Repräsentantenhauses zum Haushaltsentwurf 2023 gab der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs (Joint Chiefs of Staff, JCS), Mark Milley, bekannt, dass Washington rund 400.000 Soldaten in der ganzen Welt stationiert hat. "Ungefähr 400.000 amerikanische Truppen halten derzeit in 155 Ländern Wache und führen täglich Operationen durch, um die Sicherheit Amerikas zu gewährleisten", sagte der ranghöchste General am 5. April.
Milleys Enthüllung erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der US-Kongress den Haushaltsplan von Präsident Joe Biden für 2023 verabschiedete, der 773 Milliarden Dollar für Verteidigungsausgaben vorsieht. Obwohl er 5 Milliarden Dollar unter dem Rekordwert von 778 Milliarden Dollar liegt, den das Weiße Haus im Jahr 2020 für die Verteidigung ausgab, behauptet die republikanische Partei, Bidens astronomische Zahl sei "nicht genug".
Der JCS-Chef fuhr fort, dass der Verteidigungshaushalt 2023 "eine einsatzbereite, agile und fähige gemeinsame Streitkraft liefern wird, die die Nation verteidigt, während sie sich um unsere Bevölkerung kümmert und mit unseren Partnern und Verbündeten zusammenarbeitet." Er fügte hinzu, dass der Haushalt es den USA ermöglichen werde, "die heutigen Aufgaben zu bewältigen und die Streitkräfte auch für die potenziellen Schlachten des Jahres 2030 und darüber hinaus vorzubereiten."
Informierten Schätzungen zufolge verfügt Washington über rund 800 Militärstützpunkte in der ganzen Welt. Die tatsächliche Zahl könnte jedoch noch höher sein, da nicht alle Daten vom Pentagon veröffentlicht werden.
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In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben die USA 8 Billionen Dollar für ihren so genannten globalen Krieg gegen den Terror ausgegeben, so das Costs of War-Projekt der Brown University. Allein der 20-jährige Krieg in Afghanistan schlug mit 2,3 Billionen Dollar zu Buche, was während der gesamten Dauer des Krieges durchschnittlich 300 Millionen Dollar pro Tag ausmachte.
Doch trotz der Billionenausgaben waren Washingtons Streitkräfte im vergangenen Jahr gezwungen, aus dem Land zu fliehen, nachdem die von den USA ausgebildete afghanische Armee angesichts der Taliban, die schließlich wieder die Macht übernahmen, zerfiel.
Weitere 2,1 Billionen Dollar wurden für die Kriege im Irak und in Syrien ausgegeben, die sich als ebenso erfolglos erwiesen haben.
Nach Angaben des Watson Institute an der Brown University haben seit 2001 zwischen 1,9 und drei Millionen US-Soldaten in Afghanistan und im Irak gedient, wobei mehr als die Hälfte von ihnen mehr als einmal eingesetzt wurde.
Die größte US-Militäreinrichtung in Westasien ist die Al-Udeid Air Base in Katar. Auf einer Fläche von 24 Hektar beherbergt der Stützpunkt fast 100 Flugzeuge und Drohnen sowie 11.000 US- und Koalitionstruppen.



