Als Reaktion auf den Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine verhängten die westlichen Länder in diesem Jahr mehrere neue Runden von Sanktionen gegen Russland. Seitdem sehen sich diese Länder mit steigenden Inflations-, Strom- und Kraftstoffpreisen konfrontiert, die zum Teil auf ihre eigenen Sanktionen zurückzuführen sind.

Die Welt befindet sich im Umbruch und geht zu einer multipolaren Ordnung über, die zum vorherrschenden Vektor der Entwicklung wird, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin bei der Begrüßung der neuen ausländischen Botschafter, die in Russland eingetroffen sind. Der Präsident stellte fest, dass die einzigen Staaten, die sich diesem Übergang widersetzen, diejenigen sind, die ihre Hegemonie bewahren und die Welt kontrollieren wollen.

"Was Russland betrifft, so werden wir nicht von unserem souveränen Kurs abweichen. Als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates beabsichtigen wir, eine vereinheitlichende internationale Agenda weiter zu fördern, zur Lösung zahlreicher Herausforderungen und Bedrohungen unserer Zeit beizutragen und bei der Beilegung akuter regionaler Konflikte zu helfen. Dies wird das Hauptthema Russlands bei der Eröffnung der 77. Sitzung der UN-Generalversammlung sein", sagte Putin.

Putin fügte hinzu, dass die ärmsten Länder am stärksten von der Hegemonialpolitik und den Sanktionen der westlichen Länder betroffen seien. Er wies darauf hin, dass die Hindernisse für Energie-, Getreide- und Düngemittellieferungen, die durch die Sanktionen des Westens geschaffen wurden, "unschuldige" Entwicklungsländer und arme Länder negativ beeinflussen.

"Vor diesem Hintergrund ist es höchst zynisch, dass der Westen unser Angebot ignoriert [...], 300.000 [Tonnen] russische Düngemittel, die aufgrund von Sanktionen in europäischen Häfen blockiert sind, kostenlos an bedürftige Länder zu liefern", sagte Putin.

Auch der Westen wurde von seiner Sanktionspolitik hart getroffen, so der Präsident. Die westlichen Länder erlebten einen Inflationsschub, vor allem bei den Kraftstoff- und Energiepreisen, nachdem sie Sanktionen gegen Russland wegen dessen militärischer Sonderoperation in der Ukraine verhängt hatten. Dieser Anstieg verschlimmerte die Lage der westlichen Verbraucher, die seit Ende 2021 einen Anstieg der Ladenpreise hinnehmen mussten.